STARBLIND – Never Seen Again

11 starblind

VÖ: 24.11.2017
(Pure Steel Records)

Style: Heavy Metal

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STARBLIND

Startet der epische Opener „The Everlasting Dream of Flight“ zu Beginn recht ungewöhnlich setzt der Stockholm-Fünfer STARBLIND spätestens mit Hinzufügen der ersten Riffattacken fast erwartungsgemäß genau die Linie fort, wo beim guten 2015er-Vorgänger 'Dying Sun' aufgehört wurde.  Blitzsaubere Melodieführung, druckvolle phasenweise sogar energisch galoppierende Riffs, theatralischer, leidenschaftlich ausdrucksstarker Hochtongesang und eine kompakt aufspielende Rhythmussektion sind auch weiterhin beim Fünfer um Ex-ROCKA ROLLAS-Shouter Marcus Sannefjord Olkerud vorhanden. STARBLIND haben genug Dampf auf dem Kessel, agieren traumhaft sicher, obgleich sich die Schwedencombo den Plagiatsvorwurf durchaus gefallen lassen muss – nicht nur bezüglich pathetischer trotz wechselnder Anteile an Bruce Dickinson und Blaze Bayley erinnernder Gesangslinien, 1 : 1 Twingitarren- harmonien, sowie ein unverkennbar deutlich vom englischen Vorbild geprägtes Bass und Schlagzeugspiel sind häufig vorhanden. Im Album-Mittelteil wirds bei „Eternally Bound“ durchgängig pathetisch „Tears of a Soldier“ - trotz dynamischen Beginn in gedehnte Epik übergehend - und einem immens ausgedehnten 'Never Seen Again' etwas zu langatmig. Da ist es vorteilhaft, wenn rasant voranpreschende Knaller vom Format „The Shadow Out Of Time“, „Pride and Glory“ (an eine Kreuzung aus IRON MAIDEN - zur Final Frontier-Ära - und HAMMERFALL erinnernd), ein forciert auf's Tempo drückendes „Avarice“ (The Fourth Circle) oder heroische mit Choral-Singalongs aufgepeppte Riffmonster („Demon Rider“) auf der Habenseite verbucht werden. Somit geht auch 'Never Seen Again' knapp  als positives Gesamtwerk mit deutlicher Orientierung an großen Vorbildern (allem voran beim englischen Heavy Metalflaggschiff IRON MAIDEN!) in die STARBLIND-Bandbio ein. Mit dem der 90er-Entwicklungsphase von IRON MAIDEN gedenkenden, (Parallelen zum außergewöhnlichen Longplayepos 'Sign of the Cross' sowie dem pfiffigen 'Childhoods End' aufwerfenden) Rausschmeißer „The Last Stand“ schließt sich der Kreis.
Fazit: Hochmelodischer Heavy Metal mit rasantem Strukturaufbau plus heftig dem Vorbild nahe kommender Ausprägung, gemacht für ein breites Fanspektrum zwischen AIR RAID/AMBUSH bis SHADOWQUEST. 7/10

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