BOREALIS – The Offering

03 Borealis

VÖ: 23.03.18
(AFM Records/Soulfood)

Genre:
Melodisch progressiver Power Metal

Homepage:
BOREALIS

Bumm, da dreht sich das nächste Hammeralbum von BOREALIS in meinem Player. Hierzulande gelten die Kanadier noch immer als Geheimtipp und treten nach wie vor das Erbe an, dass progressiv ausgelegte Metalbands wie die schwedischen PAGAN’S MIND oder die ganzen italienischen Kollegen von Gruppen wie VISION DIVINE, LABYRINTH oder wie sie alle noch heißen mögen, hinterlassen haben. Dieses Genre ist nicht tot, es hat sich nur selbst gereinigt und die Besten überlebten. Daran orientierte ich auch das Quintett aus Ontario. Deutlich hört man vor allem Parallelen zu EVERGREY, aber auch ein wenig KAMELOT Symphonic bzw. NOCTURNAL RITES Härte sind zu vernehmen. Und ja, auch MASTERPLAN Vergleiche (sehr deutlich erkennbar bei den Gesangslinien wie z. B. bei „River“ und „The Second Son“) lassen sich nicht von der Hand weisen. „The Offering“, das 4. Studioalbum knüpfte direkt an seine Vorgänger an. Keine Kompromisse, keine großen Veränderungen, geradeaus, direkt ins Ohr, viel Gefühl und den immerwährenden Hang zur Perfektion – einfach Klasse. Ok, vielleicht wurden hier und da die symphonischen Effekte etwas angereichert (beispielhaft beim halbballadesken „The Devil’s Hand“), aber das tut dem Album gut und sorgt für ein wenig mehr melodische Breite. Auch in Sachen Lyrics haben sich die Herren Gedanken gemacht und passend zu ihren Gitarren orientierten Melodien Themen um Sekten und Menschenopfer vertont, die von Sänger Matt Marinelli erneut eindrucksvoll umgesetzt wurden.
12 neue (Killer)Songs, davon ein kurzes Instrumental („The Path“) mit einer Gesamtspielzeit von 61 Minuten, incl. ordentlicher Produktion durch den eigenen Drummer. Da kann man als Fan dieses Genres bzw. vorgenannter Bands wirklich nichts falsch machen.

Anspieltipps: „The Fire Between Us“, “Sign Of No Return”, “Scarlet Angel”, „The Ghost Of Innocence”

Punkte: 9/10

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