CHAOS PATH - The Awakening


VÖ: Bereits erschienen
(Eigenproduktion)

Style: Kaotysk-Metal (Basis: Thrash-, Death, Viking-, Black Metal)

Homepage:
CHAOS PATH


Seit geraumer Zeit rotiert das Mini-Debüt der Kasseler Thrash/Death/ Viking/Blackmetaller CHAOS PATH auf dem Plattenteller und es lässt mich einmal gehört, nicht mehr los. Hinter dem Fünfer der seine Musik 'Kaotysk-Metal' nennt, verbergen sich gestandene Musiker die bereits in anderen Bands gespielt haben und es teilweise noch immer tun. 'The Awakening' trägt dem heutigen Zeitgeist entsprechender Thematiken von Krieg, Tod und Apokalypse Rechnung, um unserer verlogenen von Doppelmoral, Massenmedienmanipulation, rücksichtslosen Wirtschaftsinteressen und Scheinheiligkeit geprägten Welt gnadenlos den Spiegel vor deren feistes Gesicht zu halten.

 

Ex-ANCIENT WARGOD-Shouter Dirk, dessen Vielseitiges Organ von seiner Metalcoverband REFLECTOR ebenfalls bekannt ist, liefert seine bis heute mit Abstand stärkste Gesangsleistung ab, woran das wohl durchdachte Songwriting erheblichen Anteil trägt. Die Gitarren erzeugen amtlich brutal fett viel Druck, das Schlagzeug knallt deftig. 'The Awakening gehört zu jener Sorte Mischalben von der Extremmetaller nicht genug bekommen. Hier stimmt defintiv die Mischung aus Death-, Black, Viking, Thrash, Doom und vielem anderen – Kaotysk-Metal eben. It rules!

Nun zum Inhalt der nicht im LP-Format auf 33rpm sondern auf 45rpm abspielbaren 6-Track-EP, die es auf eine Spieldauer von 23:07 Min. bringt. Baut allein der u. a. mit sehr viel CELTIC FROST-Attitüde versehene von einem gesprochenen Düster-Endzeit-Apokalypsenintro eingeläutete Opener „Doom“ und das Öffnen der Tore zum Chaos „Open The Gates“ massiv sich schrittweise steigernde Spannung auf, entladen sich bei „Kriig“, den beiden brutal die blackmetallische Schwärze rauslassenden Zerstörern „Voices of Bitterness“ oder „Over Your Threshold“ in bester DARK THRONE/IMMORTAL/DIMMU BORGIR, MAYHEM, EMPEROR, BATHORY, frühe MOONSPELL, MITHOTYN oder HYPOCRISY Tonnenschwer wiegende ins Meer gleitende Eisschollen angestauter Agressionen eisig nordischer Kälte, die gebündelt raus müssen. Packende Rhythmus/Tempowechsel sorgen für erforderliche Griffigkeit. Dirks kraftvoll zugleich dreckig räudiges zarte Naturen im Handumdrehen das Fürchen lehrende Organ gibt allen phasenweise sogar von Untertönen nordischer Folklore begleitenden Tracks passend viel Würze. Den feinen Höhepunkt eines phantastischen Debüts markiert der schaurige mit epischem Schritt im Doom-Sektor das Album würdevoll ausklingen lassende im Geiste der großartigen BATHORY-Wikingermetal-Epen inspirierte Doomhammer „The Awakening“, Chaos Path Part I). Wow!

Meine Spannung auf ein irgendwann folgendes Longplay-Vinyl von CHAOS PATH-steigert sich mit jeder weiteren Umdrehung.

Fazit: Gelungener Klein-Appetizer für die Thrash/Death/ Viking/Black Metal-Fraktion, dessen Feuer gewaltig Hoffnung auf mehr schürt. - Donnerwetter, - das Teil killt! 8,5/10



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