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NATIONAL NAPALM SYNDICATE - Time Is The Fire


VÖ: 18.05.18
(Iron Shield Records)

Style: Thrash Metal

Homepage:
NATIONAL NAPALM SYNDICATE

1986 im finnischen Pudasjärvi gegründet, erblickte die Thrashcombo NATIONAL NAPALM SYNDICATE das Licht der Welt. In über drei Jahrzehnten Bandgeschichte kommt schon einiges zusammen. Auf sechs Demos, zwei Splits, einer EP und zwei regulären Studioalben folgt nun der dritte Studiolongplayer 'Time is the Fire'. Verrücktheiten gehören fast zur Normalität  finnischer Heavy Metalbands. NATIONAL NAPALM SYNDICATE (was für ein irrsinnig provokativer heiße Diskussionen inklusive zwiegespaltener Meinungen regelrecht herauf beschwörender Bandname!), bilden ebenso wenig die Ausnahme. Die Kombination aus klassischer Heavy Metal-Schule, Thrashanteilen und purem Finnen-Wahnsinn zeigt, wieviel Potential in der Band steckt, die nach mehreren Line Up-Wechseln einen weiteren Anlauf wagt.

 „Pig Moon Rising“ eröffnet das Spektakel als Sakrales Orgelintro begleitet von Sturmtosen. Danach gewinnt ein heftiges Thrashinferno die Oberhand. In verstärkt Tempoforciertem Takt aus den Boxen donnernde Geschosse deren Botschaften düstere Zukunftswarnungen auf das seit geraumer Zeit nicht mehr intakte Verhältnis zwischen Mensch und Natur sowie Aufarbeitung geschichtlicher Thematiken verheerender Kriege deuten, wie „In the Dead of the Night“, „Animal is out of Control“ „Welcome To Tomorrow“, „Bringer of Pain“ oder „Unholy Madness“ versetzt mit Deathmetallischen Growls (!) zeigen in gnadenlos unverblümt ehrlicher Form auf, wo sich Missstände begangen von Menschen an Menschen befinden. „Knife Against My Throat“ ist geprägt von dramaturgischem Hintergrund, der inklusive Stampfbeat, heißerem Gebrüll und abrupter Tempowechsel warnend den Zeigefinger erhebt, ehe sich mit dem (im Stile des Intros) gestalteten Düster-Outro „The Worm Moon“ der Kreis schließt.

Erstmals haben NATIONAL NAPALM SYNDICATE unter insgesamt fünfzehn Songs zwei in finnischer Landessprache am Start: 'Kuolema' ('Tod') und „Ken tästä Key saa kaiken toivon heittää' ('Wer stirbt, verliert alle Hoffnung'). Was zunächst lustig klingt, hat zarte sowie auch labile Gemüter seien spätestens hier im spezillen vorgewarnt - schaurigen Hintergrund  - und ist schon deshalb höchst schwer verdaulicher Stoff.  Als dickes Extra rast ein fett umgesetztes Cover des OVERKILL-Brechers „Blood and Iron“ im D-Zug-Hochgeschwindigkeitstempo durchs Gehör.

Fazit: Außergewöhnlich, thrashig, abgedreht kantig liebenswert kauziges Elixier, gebraut nach bewährt finnischer Tradition. 8/10

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