LORD VIGO - Six Must Die


VÖ: Bereits erschienen
(No Remorse Records)

Style: Epic Doom Metal

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LORD VIGO

Zweites Full-Length Album der Rheinland-Pfälzer Epic Doomer LORD VIGO. Den Anfang macht zunächst das Intro „Elizabeth Dane“ inspiriert von John Carpenters Kult-Streifen 'The Fog' (Nebel des Grauens) – ein gruseliges Genre-Meisterwerk atmosphärisch gesteigerten Horrors der auch als Inspirationsquelle für das episch lange Titelstück sowie das Outro „21. April 1880“ diente. Die anderen vier Songs erzählen die Vorgeschichte zum Debütalbum 'Blackborne Souls' dem Kampf der 'Armee des unsterblichen Schweigens' gegen die 'Hexenmeister der Rose'.

LORD VIGO sind sich weder zu schade für den Einsatz nordisch folkiger Strukturen noch lassen sie ihr bewährtes Rezept kraftvoll rockend erdig rollender Doomgrooves in Verbindung zu spannender Melodieführung vermissen - siehe beim zuckersüß groovenden Opener „Doom Shall Rise“, - einer phantastischen Hymne von Format, die sich auch als echter Live-Hammer entpuppen könnte. Den Anfang markiert zunächst das Gespenstische Instrumental „Elizabeth Dane“. Gebettet in ein optisch phantasievolles Coverartwork, worauf das Bandmaskottchen der Lord vor einer Handvoll Untoter aus dem Nebel steigender Seemänner vor dem Schiff 'Elizabeth Dane' zu erkennen ist. Von Glockenschlägen, Keyboardschleiern, Choralgesängen oder Sprechpassagen umrahmt, entwickeln die Songs mittels bombastischer Hintergrundelemente geradezu fesselnde Eigendynamik. Verstärkt fließende Tendenzen zum Traditionellen Heavy Metal  welche in unmittelbarer Nähe von Acts wie MANILLA ROAD oder ICED EARTH liegen, sind ebenso deutlich auf 'Six Must Die' vertreten, was beispielgebend „I am The Prophecy“ in feinster Manier aufzeigt. Das epische Hymnenstück fesselt durch berauschende Strukturen die mit bleischwerer Doom-Melancholie sowie abwechslungsreich dargebotener Melodieführung inklusive spannend heroischem Feeling verknüpft wird; zeitweise kommen auch Erinnerungen an heroische ICED EARTH-Momente ('The Hunter') hoch. Bezeichnenderweise darf eine Weiterführung der Bandinternen Fantasy-Geschichte in Form Pathos behafteter Epic-Reisser vom Klingenkaliber „Thul Rar“ und „Thul Mun Rar“ ebenso wenig fehlen.

Sänger Vinz Clortho hat fleißig an seinem flexibler als je zuvor klingenden Gesang gefeilt. Sein Organ klingt etwas wärmer und stellenweise noch etwas weicher als bisher, was ihm hilft sämtliche Hochtonloagen von klagend bis theatralisch zu meistern. Die Gitarren besitzen reichlich viel satten Drive bestehend aus kernigen Riffs in Verbindung zu kreativ gefühlvoll eingefädelten Leadsoli, den Doom-Alben edelster Prägung schlicht und ergreifend brauchen; einzig das Schlagzeug hätte stellenweise durchaus noch etwas kraftvoller abgemischt sein dürfen. Unabhängig dessen erweist sich die leicht verwaschene Underground-Produktion als riesengroßes Plus. Inhaltlich bewegt sich das Material erneut am obersten Limit, was die Rheinland-Pfälzer Doom-Propheten LORD VIGO gekonnt würdevoll erhaben zelebrierend aus den Boxen röhren lassen. „Evil in Disguise“ und das titelgebend monumental aufgebaute Dreizehn-Minuten-Gruselsphären-Epos „Six Must Die“ (mit düsterer Sprechpassage) erweisen sich als weitere Doomschellen auf enorm hohen Level. Prima, das es diese phantastische zu den besten ihrer Zunft gehörende Combo gibt, die schleppenden Düster-Zeitlupensound so faszinierend fesselnd kreativ wie in der Tat keine andere Combo hierzulande zelebriert. Großartig!

Fazit: Welch eine Offenbarung für CANDLEMASS-, PENTAGRAM-, WITCHFINDER GENERAL-, SOLITUDE AETURNUS-Jünger. - Doom Shall Rise !!! 9/10

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