STEEL FOX - Savagery


VÖ: 27.07.18
(STF-Records)

Style: Power Metal

Homepage:
STEEL FOX

Momentan dreht sich das Debüt von STEEL FOX in meinem Player. STEEL FOX kommen aus Fortaleza (Brasilien), existieren schon seit 1997, haben bislang nur soweit mir bekannt ein 'Bloody Dream' betiteltes 5-Track Demo veröffentlicht und spielen auf dem nach Ableben ihres Gitarristen Julio Alcindo (R.I.P.) im Jahr 2012 lange Zeit auf Eis gelegten, Juli 2018 erschienenen Longplay-Debüt Power Metal europäischen Stilmusters, wobei besonders deutsche Truppen auf den Fünfer abgefärbt zu haben scheinen. Um Verwechselungen zur gleichnamigen ebenfalls aus Brasilien kommenden Heavy/ Thrashband mit Sängerin zu vermeiden, werfe man einen Blick auf die Schreibweise. Die Power Metalband schreibt sich in zwei getrennten Worten STEEL FOX, während sich die Heavy/Thrasher hingegen in einem zusammengesetzten Wort STEELFOX nennen.

Was erwartet euch auf dem Silberling? Geradliniger Powermetal der gern heftig auf's Gaspedal tritt, keine Balladen, kein Keyboardschmalz, direkt ausgedrückt: - Heavy Metal pur, nichts anderes. Neben dem erwähnten Hang auf's Tempo zu drücken, bleiben STEEL FOX melodisch, bauen zwischendurch geschickte Midtempobrücken mit ein ohne den für Spannung sorgenden Drama-Faktor in den Hintergrund zu stellen.

Gesanglich erinnert Sänger Robson Alves oft variierende Stimmfärbung stellenweise an eine verzerrtere Variante von Rock n' Rolf, (hört euch nur mal das heftig bretternde Einstiegsgeschoss „Rescue of the Black Stone“ an!) wobei dies nur eine von mehreren Facetten seiner Gesangslinien ist, die ebenso in Richtung Chris Boltendahl (GRAVE DIGGER), Sven Di Anna (WIZARD) und Andreas Babuschkin (PARAGON) tendieren, womit wir auch schon wieder bei den Heavy Metalbands aus Teutonenland angelangt wären.

Traditionalisten unter den Heavy Metalfans mit Vorliebe für WIZARD, PARAGON, GRAVE DIGGER, HELLOWEEN, RUNNING WILD etc.  sollten hellhörig werden, sobald ihnen der Name STEEL FOX begegnet.

Anspieltipps: „Rescue of the Black Stone“, der Bandeigene Powerspeed-Hymnenfeger „Steel Fox“ und der Rausschmeißer „Knights of Freedom“.

Power Metalfans: Gebt der Band bei Bedarf eine Chance. Das hier ist lupenreines Genrekraftfutter für die Teutonenstahlabteilung, dem an mancher Stelle abgesehen vom gelungenen Instrumental „A Poem About Hate“ noch das ein oder andere Überraschungsmoment fehlt. Ansonsten gibt es im Grunde genommen am Inhalt des Zehntrackers nicht viel auszusetzen. Geradlinig, schnörkellos, dynamisch straight kompromisslos nach vorn ohne den Hymnenfaktor vermissen zu lassen. Gut! 7,5/10

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