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SONS OF LAZARETH - Blue Skies Back To Gray


VÖ: 23.11.2018
(Argonauta Records)

Style: Stoner Rock mit Alternativeanteil

Homepage:
SONS OF LAZARETH

Seit 2014 existieren SONS OF LAZARETH aus Bologna, eine Stoner-Combo, die ihre erfrischend bunte schwere Mischung aus gediegen kräftig voranpreschender Wüstensound-Mucke und verträumtem Alternative-Flair präsentiert. Der inspirative Fokus des jungen italienischen Quartetts liegt auf Genre mitbestimmender Combos nordamerikanischen Typs: FU MANCHU, stonerlastige CLUTCH, KYUSS, FOO FIGHTERS, UNIDA SLO BURN oder QUEENS OF THE STONE AGE sollten hier genannt werden. Gechillte Wüstensandromantik verteilt der schleppende „Palm Desert Blues“. Treibend Flotte Gitarrenattacken im Stile der FOO FIGHTERS schenken „Escape To Nowhere“ oder „My City“ aus. „Vultures“ und „Punctually Late“ grooven im dezenteren QUEENS OF THE STONEAGE/SLO BURN-Gewand aufgelockert durch rock n' rollige FOO FIGHTERS. „Hallee Road“ geht als verträumt alternativelastig durch. So schön und gut das alles auf den ersten Blick vielleicht klingen mag, weißt 'Blue Skies Back To Grey' so der Titel des Longplayers ein großes Manko auf, das es künftig zu verbessern gilt: Bei den standesüblich immer mal sich einschleichend gemäßigteren Parts besteht des Öfteren Einlullungsgefahr, was den Dynamikfaktor ganz erheblich ausbremst.

Allessandro d' Amato besitzt ein geschickt zwischen heißerem Gebrüll, melancholischer Betrübtheit, dreckiger Rock n' Roll-Schattierung und melodischer Gesangsstruktur variierendes Organ, das sich gesundermaßen von oft im bekannten Genre-Modus vor sich hin dümpelnder Kollegschaft abhebt, erfreulicherweise nicht nach John Garcia Nummer zwei klingt.

SONS OF LAZARETH haben ihren Stil zwar noch nicht gefunden, sind mit ihrem Debüt 'Blue Skies Back To Gray' allerdings auf bestem Wege, weil das Bemühen, dem Songmaterial eine von den Vorbildern unabhängig eigene Stilnote zu verleihen spürbar vorhanden ist, was der unmittelbar im Reifeprozess befindlichen Combo einen kleinen Sympathiebonus beschert.

Fazit: Interessantes Gebräu für eine auf klassischen Stoner Rock gepolte Fanschicht im Spannungsfeld von CLUTCH, FU MANCHU, KYUSS, FOO FIGHTERS, UNIDA oder QUEENS OF THE STONE AGE. 6,5/10

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