VANISHING KIDS - Vanishing Kids


VÖ: 30.11.2018
(Svart Records)

Style: 70er Heavy Psychedelic Experimential Gothic Kraut Rock

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VANISHING KIDS

Völlig ahnungslos ohne mir etwas dabei zu denken gehe ich an dieses Album heran und dann passiert das! Schwupps (!) fühle ich mich wie auf einer Wolke aus dem Raum schwebend getragen in Sphären wo nie auch nur überhaupt irgendein Weg auf normaler Ebene jemals hinreicht.

VANISHING KIDS sind in den USA genauer Madison, (der Hauptstadt des US-Bundesstaates Wisconsin) beheimatet. Gemeinsame ausgefallen schräge Musikinteressen brachten die Band schließlich zusammen. Mit dem gleichnamigen Album Nummer fünf 'Vanishing Kids' gibt die begnadete US-Heavy Psychdelic-Experimential-Rockband durch ihr obskures Ergänzungs-Einflussspektrum aus Gothic und Krautrock-Elementen sowie noch vielen anderen Zutaten ihren Labeleinstand bei SVART RECORDS. Bekanntester Name in Reihen der Band dürfte der bei JEX THOTH aktive Saitenhexer Jason Hartman sein.

Ergebnis einer kaum zu beschreibenden Tonträgerkonserve ist das gebotene Einfluss-Spektrum eines bewusstseinserweiternden in einen unbeschreiblich tiefenpsychologischen Rausch tauchen lassenden Gesamtwerks, dessen acht Zuflüsse im gewaltigen Ozean spacelastiger HAWKWIND-Schwere, spannend heroischer DEEP PURPLE-Songmonolithen zu 'Child in Time'-Zeiten in Verbindung zu extrem vielseitig experimentiell miteingewobenen GONG-Strukturen münden. „Without A Sun“ ist passender Beleg dafür – herrvorragend nah am Original und trotzdem eigenständig!) psychedelische BLUE CHEER-anteile inbegriffen, hier und dort auch mal eine Prise VAN DEN GRAAF GENERATOR,TANGERINE DREAM und GROBSCHNITT...

Intensiv gefühlsbetont durch den Äther wabernde Orgelklänge unterstüzen sehnsuchtsvoll Feinstimmen-Chanteuse Nikky Dromhomyreky deren weibliche Gesangsfacetten effektive Breitenwirkung entfalten. Alle acht Tracks beginnend mit „Creation“ über endend mit „Magnetic Magenta Blue“ blicken ummantelt von epischer Schwermut verträumten Auges in geheimnisvoll sich abzeichnende Sphärenwelten. Schwer Horizontdecken tiefschwarzer Dunkelheit beklemmender Träume wo kein Sonnenstrahl hin scheint öffnen sich zwischendurch während sich Regenbögen zeigen, um in der nächsten Sequenz Blau-rot gefärbten Orbitalschichten Platz machend zu Orten in Dimensionsebenen unbekannter Herkunft führen. Fantastisches wird greifbar real als wäre es materiell statt feinstofflich.

Während des Genusses der acht extrem raumgreifende Tiefenwirkung entfaltenden Stücke bedarf es weder halluzigener Mittelchen in Form eines Tütchens oder ähnlicher Substanzen (bei mir ohnehin sowieso nicht!), um auf ein beschwingt den Bewusstseinshorizont erweiterndes geradezu tiefentspannt befreiendes Level zu kommen, dass sich kaum in Worte fassen lässt.

Fazit: Traumhaft phantastische Raumtonklangsphären-Ästhetik. Nicht von dieser Welt, einzigartig genial oder um es mit den Worten von Captain Kirk zu halten wenn dieser seinem Sprechfunkgerät die Order gibt, per Teleportation auf sein Schiff zurückzukehren, um wieder seinen Kommandoposten auf der Brücke der USS Enterprise einzunehmen: -  „Scotty, - drei zum Hochbeamen!“ 9/10

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