LOST IN GREY - The Waste Land


VÖ: 11.01.19
(Reaper Entertainment/ Soulfood)

Genre
Symphonic Metal

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LOST IN GREY

Das letztjährige Debüt der Finnen LOST IN GREY gehörte nun wirklich nicht zu meinen Favoriten und so war ich gespannt, ob der Nachfolger „The Waste Land“ wesentlich besser ausfallen würde.

Um es gleich vorweg zu nehmen, besser ist das zweite Werk definitiv geworden, wobei ich im gleichen Atemzug relativieren muss, denn ein Meisterwerk ist auch „The Waste Land“ nicht geworden.
Kommen wir aber erst mal zu den positiven Dingen. Das Konservenorchester wurde stark reduziert, was vor allem den Gesangsstimmen zu Gute kommt, die nun nicht mehr permanent gegen diese „Soundwand“ ansingen müssen. Außerdem wurden die Songs etwas abwechslungsreicher gestaltet, so das man dem Vorwurf man sei bloß eine weitere NIGHTWISH-Kopie etwas den Wind aus den Segeln nehmen kann. Hier mal ein paar Blastbeats eingebaut und eine Spur folkiger zu Werke gegangen und schon klingt das Ganze deutlich eigenständiger.
Männliche Growls werden in diesem Zusammenhang bei mir auch 2019 auf keine große Gegenliebe stoßen aber das bleibt wohl mein persönliches Einzelschicksal und somit auch Geschmackssache.
Was leider komplett fehlt, ist ein Song, der im Ohr bleibt und das Album auf eine andere Ebene hebt. Da helfen dann auch diverse Gäste die in den thematischen Kampf zwischen Gut und Böse eingreifen nicht weiter, auch wenn sie das musikalische Spektrum zusätzlich erweitern.

Fazit: Als reine NIGHTWISH-Kopie gehen LOST IN GREY jetzt nicht mehr durch und es dürfen sich sogar Fans von Bands wie ENSIFERUM angesprochen fühlen. Leider kann das Songmaterial den hohen Ansprüchen, die die Band wohl selber hat, noch nicht ganz genügen aber man ist auf jeden Fall auf einem guten Weg.

7,5/10

 

 

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