TROLLFEST - Norwegian Fairytales


VÖ: 18.01.2019
(NoiseArt Records)

Style: (Trollish) Folk Metal

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TROLLFEST

TROLLFEST sind bekannt für eine kunterbunte Mischung aus Bier- und Metfröhlichem Fetenfolkmetal, der es weder an Bissigkeit, gesunder Portion Humor, noch schräger Eigenständigkeit inklusive spürbar melancholischem Unterton fehlt. Studiolangrille Nummer acht nimmt Volksmärchen unter die Lupe, genauer - elf Volksmärchen aus der norwegischen Folklore mit einener Stilnote im Trollfest-Gewand gestrickt sorgen für ein beständig vorhandens Maß an Abwechslungsreichtum. Akkordeon, Piano, Saxophon, zarter Frauengesang, heißeres Gekeif, Klargesang, harte Gitarren, heroische Momente, Mystik und phasenweise Schunkelparts verleihen dem von abrupten teils vorhersehbaren sowie oft überraschenden Taktrhythmuswechseln als kreuzqueerbeet gemischtes Potpurri norwegischen Märchenschatzes vielseitig verarbeitet Substanz. ARCTURUS BORKNAGAR, Ex-DIMMU BORGIR-Vocalist/Bassist ICS Vortex wurde für den gelungen kratzbürstig zugleich bärbeissig heiteren Opener „Fjøsnissens Fjaseri“ ins Boot geholt, der seinen Job amtlich macht, womit sogleich ein recht gelungener Einstieg zu Buche steht. 

Qualitativ bewegt sich die norwegische Folkmetal Institution locker im sicheren grünen Bereich, wobei das Album allerdings nicht immer durch die Bank überzeugt. Ausgerechnet die beiden längsten sechs- bzw. acht Minuten Stücke - das heroische durch eine ergreifend mystischen Brücke verblüffende „Smafolkets Store Bragder“ und „Nokken og Fossegrimen spiller opp til midnattstimen“ (geprägt von mystischer Melancholie) hinterlassen den stärksten Eindruck, während die zeitlich extrem kurzen vielmehr Zwischenspielen gleichenden Tracks für Schwachpunkte sorgen. Entlockt das halbgare wenngleich immens flotte im Heiden-Blackmetal herein brechende Kurzintermezzo „Deildegasten“ noch wenigstens ein Schmunzeln, erweisen sich die 1:20 Schlaftablette „Trine Reinlender“ oder das austauschbare mit 1:23 Minuten wohltuend kurz ausgefallene „De tre Bukkene Berusa“ bei aller Liebe für Folkmetal vergleichsweise zum Restmaterial als gestopfte Lückenfüller. Ausgenommen davon haben TROLLFEST vieles richtig gemacht, der Gesamteindruck spricht für sich.

Nøkken und Fossegrimen, - die beiden Trolle auf dem wunderschön von Terje Johnsen zum Longplayer entworfenen, (zeichnerisch von Jonas Darnell veredelten Coverartwork) haben mit Fug und Recht Gut Lachen.

Fazit: Vielseitig instrumentiertes Hummpaa-Folk Gebräu für ein spezielles Fanklientel mit genügend Geist zum feuchtfröhlichen Feiern, heroischen Schwelgen und von bierseeliger Dschunkellaune umnachtet im Rausch über den Tisch zu Kippen. - Trollish Party as Party goes, - Folks! 8/10




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