7 SEALS - Moribund


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VÖ: 21.06.08
(Eigenproduktion)

Homepage:
www.7-seals.de

Mit einem Debüt sich an ein Konzeptalbum über die Nibelungen heranzutrauen, was wahrlich als Thema schon von genügend anderen Bands verwurstet wurde, zeugt schon von größerem Selbstbewusstsein innerhalb der Band. Das Ganze dann auch noch interessant zu arrangieren und mit eigenen musikalischen Fähigkeiten auszuschmücken, dass es unterm Strich dem Hörer/Kritiker gefällt bedeutet  - Hut ab. Schon nach den ersten Takten fällt der sehr gute Sound der Produktion positiv auf. Musikalisch sind die mit epischem Bombast angehauchten Speed-, Powermetal und Melodic Metal Songs in der Ecke von Blind Guardian oder auch älteren Rhapsody (noch ohne Of Fire) eingestuft, aber noch nicht ganz beschrieben. Hier findet der geneigte Hörer keinen Abklatsch vor, sondern den Versuch (oder auch schon mehr) an Eigenständigkeit. Die Songs sind in ihren Strukturen durchdacht arrangiert und mit einigen Passagen wie Gastvocals von u. a. Sabrina Grochocki (Stormgarde) angereichert. Hier greift ein Song die Thematik der anderen auf und geht fast fließend über, ohne jedoch gleich zu klingen, da innerhalb der Arrangements ständig etwas geändert wird und wenn es nur das Tempo ist. Das macht es schwer einen Song als DEN Song hervorzuheben. Mein vielleicht einziger Kritikpunkt sind die Vocals der Protagonisten und das „nur“ nette Cover. In Sachen Sänger hat sich das Thema eh erledigt, da Sänger Markus Wagner, der mir ein etwas zu deutsches Englisch sang, den Platz für Ross Thompson geräumt hat, welcher auf dem Album schon mit Gastvocals zu hören ist. Checkt dieses Album ruhig mal auf der Bandpage an, da es dort auch nur geordert werden kann. Es lohnt sich!