POSSESSED - Revelations Of Oblivion

05 possessed

VÖ: 10.05.2019
(Nuclear Blast Records)

Style: Death / Thrash Metal

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POSSESSED

Unglaublich, dass meine alten Ohren das noch erleben dürfen, 33 Jahre nach „Beyond The Gates“ sind POSSESSED wieder da und ich war mehr als gespannt, was die Amis heutzutage noch drauf haben.
Nach dem Glockenschlag / Düster Intro „Chant of Oblivion“ kann ich gleich sagen, VERDAMMT VIEL, denn „No More Room in Hell“ gibt mir voll auf die Glocke und POSSESSED spielen, als wären sie nie weg gewesen. Das Stück fegt von Anfang in in hohem Speed, Sänger Jeff Becerra klingt noch wie zu „Seven Churches“ Zeiten und vor allem wird hier kompromisslos Death / Thrash Metal der alten Schule zelebriert. Nach einem satten Riffgewitter nimmt auch „Dominion“ sofort Fahrt auf, die Amis ledern hier gnadenlos ab und auch hier kracht es dermaßen mächtig im Gebälk, dass man als old school Maniac abgeht wie ein Zäpfchen. Zudem ist das Solo eine Wucht und sägt mir volle Kanne den Schädel auf. Aus verspielten Passagen nimmt danach „Damned“ auch das Ziel „hohes Tempo“ ins Visier und nicht nur, dass hier erneut mit einem umwerfenden Solo aufgefahren wird, auch die Double Bass hauen ein Donnerwetter raus, das seinesgleichen sucht. „Sägende Klampfen eröffnen auch „Demon“, doch bevor der Speed auch hier im Vordergrund steht, wird anfangs mit düsterem und druckvollem Mid Tempo gearbeitet, das zwischendurch sich auch immer wieder mal breit macht. „Abandoned“ ist für mich eine geniale Abrissbirne vor dem Herrn und erneut sorgen neben Jeffs's geilen Vocals die Riffs und die Drums für einen Orkan, der geschickte Breaks aufweisen kann. In „Shadowcult“ kriegen wir erst einen dämonischen Sample zu hören, bevor sich das Stück vertrackt aufbaut, um dann im Solo alle Mauern einzureißen. Aus dem Background wabern zu Beginn von „Omen“ auch ein paar düstere Elemente, doch dann geht es fast schon im klassischen Metal Style los, um dann den Härtegrad noch ein wenig nach oben zu schrauben. Dafür packt das „Ritual“ wieder den Vorwärtsdrang aus und feuert aus allen Rohren, wie man es zu „Seven Churches“ Zeiten geliebt hat. Dazu kommen immer wieder kleine und feine Breaks, superbe Technik und abermals ein sägendes, grandioses Solo. Sehr variabel präsentiert sich „The Word“, hier wird das Tempo immer wieder geschickt verschleppt und man ist immer gespannt, was POSSESSED jetzt gleich servieren werden. In „Graven“ ertönen erst wieder Glocken und die einsetzenden Gitarren lassen erahnen ,was gleich folgen wird und es kommt zum Glück auch, POSSESSED drücken hier gewaltig auf die Tube und hinterlassen nur verbrannte Erde. Nach dem Outro „Temple of Samael“ steh ich immer noch mit offener Kinnlade da und bin immer noch platt, was POSSESSED hier raus gebracht haben. In Sachen Sound haben sie sowohl die old school Fans auf ihrer Seite und werden auch die junge Generation locker in ihren Bann ziehen und die Songs sind für mich der Hammer, da man sofort erkennt, dass es sich um die legendären POSSESSED handelt.
Diese Scheibe schlägt verdammt fett ein, was auch klare 9,6 von 10 Punkten bedeutet.

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