SPY # ROW – Blood Brothers

04 Spyrow

(Fastball Music/Soulfood)
VÖ: 26.04.19

Genre:
Modern Hard Rock

Homepage:
SPY # ROW

Unbekannt ist mir die Truppe aus dem hessischen Dreieich nicht. Das über 14 Jahre gewachsene Trio habe ich bereits zwei Mal live erlebt, und da konnten sie über weite Strecken musikalisch überzeugen. Ihr Sänger Sam Niklas verfügt über ordentlich Dreck im Organ und versucht mit seiner stimmlichen Ausdrucksweise, an Vorbilder wie Vince Neil (Ex-MÖTLEY CRÜE) u. a. heranzukommen und steht so nicht nur live, sondern auch auf dem Longplayer Debüt „Blood Brothers“ im Vordergrund. Schon beim sleazy ausgelegten, selbstbetitelten Titeltrack wird deutlich, dass das Trio neben dem Gesang auf bratende Riffs und treibendes Drumming setzt. Ebenfalls sehr einprägsam das bluesige Riff vom Folgetitel „I Ain’t Falling“. Bei „Follow Your Dreams“ werden Erinnerungen an den Sound und das Songwriting der früheren Fastball Labelkollegen REBELLIOUS SPIRIT wach. Jung, wild und talentiert reicht oft aber nicht ganz aus, um für ein durchweg höherklassiges Songwriting zu sorgen. Auch wenn Rock’n Roller wie „Every Day Counts“, „Forever“ oder „Nowhere To Run“ hierfür gute Ansätze zeigen, der letzte Kick zur Überzeugung fehlt mir dann doch noch. Das, was den Konsumenten über die 11 Songs hinweg erwartet, ist über weite Strecken zu leicht auszurechnen oder sogar mit einem Coitus interruptus zu vergleichen. Es empfiehlt sich dennoch, das Album bis zum Schluss durchzuhören, denn warum auch immer hat man mit „Heartbreaker“ und „We Not Go Quietly“ zwei weitere starke Songs ans Ende gestellt.
Aber wie das mit Studioaufnahmen so ist, die Produktion hier ist übrigens absolut amtlich, abgerechnet wird live und da können, wie eingangs schon erwähnt, die Jungs punkten, denn die Songs hier sind zum Großteil auch bühnentauglich.

Punkte: 7,5/10

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