BBB - Tell me

VÖ: bereits erschienen
(Artist Station Records / Soulfood)
Style: Blues-Rock
Homepage:
www.myspace.com/bbbinternational
Bodo Schopf ein Name der Szenekennern und insbesondere Schlagzeugern ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Durch sein Engagement in Bands wie MSG, The Sweet, Falco, Udo Lindenberg oder PUR hat er seinen Namen in das Kielwasser der ganz Großen manövriert. Trotz derart großer Aufgaben fand er Zeit, ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen, welches unter dem Namen BBB (Bedeutung des Kürzels bleibt eine Interpretationsfrage) firmierte und bereits 1994 eine CD unter dem vielsagenden Titel "Smokin the Blues" veröffentlichte und auch eine Deutschland-Tour folgen ließ. Leider wurde die Band danach auf Eis gelegt. 2008 erscheint BBB in neuer Besetzung (ausgenommen Bodo Schopf selbst) und nicht nur die Färbung des Coverartworks ist Blue, auch die Musik auf "Tell me" verschreibt sich dem kraftvollen Blues amerikanischer Prägung. Mitverantwortlich hierfür ist mit Sicherheit auch die neue Sängerin Renée Walker. Die gebürtige Berlinerin wuchs in den USA auf und fand ihre Liebe zur Musik. Diese hört man auch in Ihrer anrüchig rauchigen und dennoch angehnehmen Stimme. Unterstützt werden Bodo Schopf und Renée Walker hierbei von nicht weniger erfahrenen und versierten Sessionmusikern. Calo Rapallo (Ex-Tyran Pace), Volker Wolfman Kunschner (Ex-Peter Schilling u.a.) und Sandro Gulino (Ex-Weather Girls u.a.) verzieren die Kompositionen von Bodo Schopf mit individueller Klasse und filigranen "Fingerübungen". Zum Einstieg allerdings gibt es eine Coverversion vom GRAND FUNK RAILROAD Klassiker "Footstompin' music" bevor 11 Eigenkompositionen um Aufmerksamkeit bitten, und diese haben es in sich. "Can't get me down", "top notch perfect ten" und "stand up" sind reinrassige Power-Blues Nummern, "Tell Me" sorgt für Gänsehautstimmung und auch die restlichen Nummern wissen das Genre Blues-Rock voll auszukosten. Sicherlich wurde das Rad hier nicht neu Erfunden, doch Bodo Schopf lässt es mit seinem dynamischen Spiel wunderschön rund laufen und traut sich auf dem letzten Song "sugar sweet" sogar selbst an das Mikrofon. Selbstverständlich kann er seiner Frontfrau nicht das Wasser reichen, doch störend ist dieser Einschub auch nicht. Angenehm souverän eingespielte und gut produzierte Blues-Rock-Scheibe von Menschen, die wissen, was sie tun.

