HELLSCREAM - Hate Machine


VÖ: Bereits erschienen
(Pure Steel Records)

Style: US-Metal

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HELLSCREAM

Sechs Jahre liegt der HELLSCREAM-Erstling bereits zurück, nun wollen Vocalist Norman Skinner, (u. a. DIRE PERIL, IMAGIKE, THE THREE TREMORS) und Gitarrist Dave Garcia (CAGE und THE THREE TREMORS) mit 'Hate Machine' nocheinmal richtig angreifen. Inwieweit die Hass-Machine zündet, zeigt sich spätestens im Hördurchlauf. „There Will Be Blood“ geht gleich mal kräftig nach vorne los. Dave Garcia rifft und soliert wie man es von CAGE gewohnt ist. Soweit alles gut, allerdings überzeugt das häufig im Schnittmengenfeld von ICED EARTH/ASKA/ JUDAS PRIEST oder CAGE liegende häufig etwas zu langatmig sich teils wiederholende Material nicht durchweg, woran auch der flexible obwohl extrem verzerrte teils trockengepresste des Öfteren extrem entgegengesetzt zwischen klarem Hochton, tief gesprochen fast beschwörende und rauer Kehligkeit variierende Gesang von Norman Skinner kaum etwas ändert, - ein Muster, das auf Dauer bei aller Top-Gitarrenarbeit sowie vereinzelt herrlichen Chorpassagen der Scheibe irgendwie den Wind aus den Segeln nimmt, zumal durch zu sehr übertriebene Variation der rote Faden schnell verloren und gute Ansätze bedauerlichermaßen zunichte gemacht werden. Auch die thrashlastigen Attacken könnten bei allem Hang zum Tritt auf's Gaspedal mehr Abwechslung vertragen. Zwar ist die Soundmischung des Zwölftrackers recht gut, doch der Inhalt bedauerlicherweise über weite Strecken nicht immer das gelbe vom Ei.

„Firestarter“ läuft positiv rein, „Weight of the World“ geht mit deutlicher METAL CHURCH-Tendenz als vielleicht bester Albumtrack durch. „Obliette“ vermischt gekonnt METAL CHURCH mit VIRGIN STEELE. Danach wird’s anstrengend. „Zero Recall“ geht als mäßiges METAL CHURCH/PRIEST-Ripp Off durch, „Another Angel Down“ besitzt coole Ansätze, der unnötig tief und schief verzerrte Gesang nervt hingegen extrem. „Paypack“ schließt wieder zu den stärkeren ersten Tracks auf, der unnötige „Fire-Starter“-Zwilling „Wake The Demon“ sowie der mit Endlosschleife ausklingende Schlußtrack „Generation Kill“ hinterlassen wiederum seltsamen Geschmack. Um gegen die Branchenriesen zu bestehen, bedarf es vor allem klarerer Strukturen. Da sind mir schon deutlich stärkere US Metal-Releases zu Ohren gekommen. Immerhin die ersten vier Tracks sind wirklich recht gut, Track fünf und sechs flachen dann bereits etwas ab. Im Verlauf der zweiten Hälfte geht der Scheibe zunehmend die Luft aus. Hier wären zwei Songs weniger durchaus wesentlich mehr gewesen.

Für ICED EARTH/METAL CHURCH/ASKA/JUDAS PRIEST/CAGE-Fans eine zumindest halbwegs annehmbare Scheibe, aber auch kein Überhammer. 6/10

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