FRANTIC AMBER - Bellatrix

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VÖ: 23.08.2019
(GMR Music)

Style: Melodic Death Metal

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FRANTIC AMBER

'Bellatrix' lautet die lateinische Übersetzung für 'Kriegerin' so haben die Melodic Death Metallerinnen unterstützt von männlicher Begleitung FRANTIC AMBER ihr neues aktuell kommender Tage erhältliches Album genannt. Aus der 2008er-All Girl-Band wurde schnell eine kompakes Metalband-Line Up. Vor dem 2015 erschienenen Longplaydebüt 'Burning Inside' rückte Mac Dalmanner an die Schlagzeugposition womit die nicht mehr vollständig existenten Frauenband Geschichte war.

Musikalisch servieren die kriegerischen Amazonen harten Melodic Death Metal, der sowohl AMON AMARTH als auch Death/Thrash-Einsprengsel von KREATOR/CHILDREN OF BODOM und ähnlich gelagerten Acts wirkungsvoll miteinander kombinierend zu einem wilden überraschend sauber strukturierten Gebräu bestehend aus rasanten Tempowechseln, dynamischen Geschwindigkeitsattacken, mystischer Heroik, aggressiv tiefen Death-Growls deren Kontrast sirenenhaft weiblicher KlarGesang bildet, sowie pfeilschnellen Leadsoli und treibendem Drumming vermengt. Shouterin Elisabeth Andrews verfügt über ein herrlich ausnahmslos derbe bissiges auch lange Crowls mit immensen Steherqualitäten haltendes Growlorgan, das sich vor der zahlreiche männlichen Genrekollegschaft keineswegs verstecken braucht. Im Gegenteil: Qualitativ lässt diese ausgezeichnet growlende Lady viele Kerle weit hinter sich.

Thematisch widmen sich 'Bellatrix' wie der Titel verheißt, Kriegerinnen unterschiedlichster Kulturepoche der Menschheits-Geschichte. Untermalt von mystisch-geheimnisvollen Atmosphärenparts die sich in den Klängen von Kriegshörnern, Schmiedegeräuschen, geheimnisvoll schamischem Geklapper etc. äußern. Nach einsetzender Krieger-Overtüre („Warriors Overture“) gedenkt „Scorched Earth“ der keltischen Kriegerkönigin des Icener-Stammes Boudicca, während „Lagerthea“ einer germanischen Schildjungfrau Gestalt gibt. Japans weibliche Samurai „Onna Bugaisha“ unterlegt von passend heroisch exotischer Klangfärbung bekommen ebenso Tribut gezollt wie die mongolische Kriegerprinzessin „Khutulun“. „Crimson Seas“ gedenkt Irlands erfolgreichster Piratin und Nationalheldin Grace O' Malley unter deren irischem Name „Grainne“.

Fazit: Ein interessanter dynamisch fetzig respektvoll spannend, würdevoll theatralisch rasant umgesetzer Trip in die Geschichte alter Gottheiten, Kriegerinnen, Mythen, Wesenheiten, Legenden und Bräuche. Bockstark! 8/10

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