DESERT - Fortune Favors The Brave


VÖ: Bereits erschienen
(Eigenproduktion)

Style: Power Metal

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DESERT

Neues aus dem Staate Israel, allerdings weder von ORPHANED LAND noch BETZEFER. 'Fortune Favors The Brave' lautet der Titel des dritten DESERT-Longplayers. Inhaltlich fahren DESERT auf der nach Kriegertod und Heldenverehrung müffelnden Schiene, wobei dieses verglorifiziere von Kriegstaten immer auch ein seltsames Geschmäckle hinterlässt. Im Rahmen ihrer zehn Tracks fährt die sich selbst als War-Metal (da haben wir's!) bezeichnende Combo auf der POWERWOLF/SABATON-Schiene. Der Threatralische Gesangsstil von Alexei Raymar, sowie das sphärische Silhouetten kreiernde Keyboard verantwortlich zeichnen, auch die Gitarrenarbeit zeigt manche Tendenz in diese Richtung, allerdings wäre es falsch, die Band allein auf genannte Schiene zu reduzieren, denn sie kann weitaus mehr. Auffällig sind starke BLIND GUARDIAN/ORDEN OGAN-verdächtige Gesangslinien die sich sequentiell mit SABATHON-Riffs, BATTLE BEASTig/POWERWOLFigen Untertönen mischen.

Gastauftritte von Chris Boltendahl (GRAVE DIGGER), Georg Neuhauser und Fabio D’Amore (SERENITY) sorgen für besondere Momente. Bei Nummern wie „Operation Thunderbolt“ oder dem Titeltrack „Fortune Favors The Brave' kommt gar etwas BLIND GUARDIAN-Faible auf, jedoch will dies nicht zum kriegerisch ausgelegten Songinhalt passen, während „My Black Flag“ deutlich in Richtung ORDEN OGAN schielt. So manche BATTLE BEAST oder CIVIL WAR-Facette kommt ebenfalls durch, womit das inhaltliche Spektrum im Ungefähren abgedeckt wäre.
Den kriegerischen Touch unterstreichen durch schön färbenden Oriental- Zuckerguss verzierte Nummern einschließlich kräftiger Backgroundvocals wie „Haiduk's Revenge“, sowie das nach heiligem Krieg stinkende „I Give You a Kingdom“, „We Were Soldiers“ oder „Blood On the Sand“.

DESERT liefern klaren Beweis, dass es neben ORPHANED LAND und BEZEFER weitere Acts aus dem Krisengeschüttelten Israel gibt, die auf internationaler Bühne mithalten können. Vor allem die POWERWOLF, BATTLE BEAST, CIVIL WAR, BLIND GUARDIAN, ORDEN OGAN und SABATON-Anhängerschaft sollte sich angesprochen fühlen. Wer sogenannten Kriegs-Metal ablehnt, kann diesen Tonträger unverzüglich meiden, wie der Teufel das Weihwasser. Alle anderen sollten sich im Regelfall vorsichtig an das vor Heroischem Heldenpathos mit grenzwertig Inhalten überquellende Zehntrack-Epos heran tasten, das trotz hochgradig spieltechnischer Klasse mit ausgeklügelten Songstrukturen seltsam faden Beigeschmack hinterlässt. 7/10

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