NO BROS - Export Of Hell


VÖ: 13.09.2019
(Pure Steel Records)

Style: Hard Rock

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NO BROS

NO BROS gehören zu den Pionieren der österreichischen Härtnerszene. Wer 45 Jahre aktive Zugehörigkeit vorweist, darf mit Fug und Recht zu den Szene-Veteranen gezählt werden. Locker herausgezockte Riffs, Hammond Orgel, Singer Songwriter-Flair und ein ziemlich entspanntes Atmosphärenlevel ziehen sich durch das fette mittels vier Bonustracks ergänzte Paket. Neusänger Walt Stuefer hat ein angenehm raumgreifend charismatisches Stimmtimbre, das sich irgendwo zwischen Ian Gillan (DEEP PURPLE) und dem früheren URIAH HEEP-Sangesgenie David Byron einpendelt. Klassische dem 70er Pfad folgende Hard Rock-Kracher im  eingängigen Gewand zwischen DEEP PURPLE/URIAH HEEP und RAINBOW á lá "This Is No Bros", "Fade" oder "Export of Hell" lassen keine Fragen, bezüglich dem Inspirationsradius der Alpenrocker offen. „Love Or Hate Me“ kommt im gediegen melodischen Singer-Songwriter-Modus daher.

Betreffs obig erwähnter Bonustracks: „Black Maiden“ und „Holiday With HH“ erblickten bereits das Licht in den 80ern, genauer 1982/83, sind also nicht mehr allzu neu, dafür Soundtechnisch überarbeitet. „Little Boy“ reiht sich als kleiner Auszug der aktuellen 'Schubert in Rock'-Scheibe auf der Bandleader Klaus Schubert weitere Kostproben seines Könnens gibt nahtlos ins Geschehen ein. „Thousand Years Of Austro Rock“ markiert das von illustrer Runde bekannter und weniger bekannter Austria-Rock/Pop-Stars, Sternchen und Methusalems z. B. OPUS, DRAHDIWABERL, COUNT BASIC, BLUESPUMPM etc., gemeinsam zusammen gefasste Schlußfinale. Blechbläser, Mundharmonica, Gospel, Soulanteile und noch so einiges mehr machen dieses Stück zum ungewöhnlichen Highlight aberwitziger Stilnote. „Alcohol and Bad Decisions“ gibt sich melancholisch verbluest, dennoch im Gegensatz zum Songtitel ungemein lebensbejahend geradlinig. Ein verspacestes Instrumental wie „Rainbows in the Dust“ lässt zwischendurch mal ganz unverschämt relaxt auf den Spaceteppich gleiten. „Way Down To The Edelweiss“ liefert neben dem Schlußstatement "1000 Years of Austro Rock“ im Kontrast zum Rest-Songmaterial den lustigsten Titel, wofür ihnen das ein oder andere Schmunzeln sicher ist.

Fazit: Cooles Gesamtpaket, das allem voran Fans klassischer Seventies-Hardrock-Mucke mit schwerem Faible für DEEP PURPLE/URIAH HEEP/ RAINBOW problemlos ansprechen sollte. 7,5/10

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