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THE DARK ELEMENT - Songs The Night Sings

VÖ: 08.11.19
(Frontiers Music / Soulfood)

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THE DARK ELEMENT

Nun habe ich mir in verschiedenen Stimmungen und Situationen versucht diese Scheibe schön und gefällig zu hören. Das Ergebnis ist leider immer das gleiche. „Songs The Night Sings“ ist leider nur ein Schatten oder gar ein Hauch des Debütalbums geworden. Weg ist sie die frische unverblümte Nightwish Kopie, die über schicke Ecken, Kanten und diverse prickelnde eigenen Ideen verfügte. Alles wirkt zu glatt gezogen, auf Sicherheit geschrieben. Epic und Härte gehen hier zudem vollauf verloren. Die Songs, instrumental solide, verblassen durch ihre recht banalen Melodien und dem klar und simpel strukturierten Aufbau leider direkt nach dem Hören sofort wieder. Das Ganze in Verbindung mit Anette Olzon´s Gesang wirkt schlussendlich zu fade und ideenlos. Kaum packende Hooks, einschneidende Refrains oder hymnisches Aufbegehren. Um hier keinen falschen Eindruck entstehen zu lassen, ich schätze Jani Liimatainen sehr. Gerade seine alten Arbeiten bei Sonata Arctica wie auch das Dark Element Debüt waren formidabel. Selbiges gilt für Anette Olzon. Ihre frische Stimme, die den Sonnenschein transportiert. Doch gibt man ihr keine festen Melodiestrukturen vor. So verfällt sie auf „Songs the Night Sings“ leider ständig in einen Schema F und klingt hierbei einfach gleich. Bridge, Chorus, Refrain, alles zu fade; weit weg von dem, was man von ihr bisher gewohnt war. So tummeln sich viele solide aber schlussendlich unspektakuläre Trällersongs auf dem Album, die irgendwo im Meer der Nightwish Clone vor sich hindümpeln. Musikalisch wie erwähnt solide, aber zu blass und zu sicher gestaltet mit wenig Mut zu orchestralem Epos oder dreckig dominierenden Gitarren, ausgeprägten instrumentalen Melodiespielereien. „Silence Between the Words“ oder „ „You will Learn“ sind hierbei gute Beispiele wie ein Album nach dem fulminanten Debüt eben genau NICHT klingen sollte. Dazu gesellen sich zwei eher dröge Balladen und weitere Gothic Rock Songs, die nach dem Hören sofort in Vergessenheit geraten. Kein Refrain der sich länger im Ohr tummelt und leider, leider rein gar kein Song, der den Titel echter Hit verdient hätte.
Fazit: Für mich die Enttäuschung schlechthin. Bei diesem Paket und den alten starken Songs hätte ich einfach mehr erwartet und vorausgesetzt. So verkommen The Dark Element mit dem vorliegenden Album leider zu einer Band von vielen. Ein Album, das man nebenher konsumiert und das zu keiner Zeit mal einen Fuß zwischen die Tür bekommt. 6,5 von 10

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