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ZODIAC ASS - Where Injustice Turns Into Law


VÖ: Bereits erschienen
(RecordJet)

Style: (Oldschool) Thrash Metal

Homepage:
ZODIAC ASS

Und schon wieder kreist der Thrash-Hammer! 'Wo Ungerechtigkeit zum Gesetz wird' lautet die Übersetzung des Albumtitels von Langrille Nummer drei der immerhin seit 18 Jahren bestehenden Combo, die Ungerechtigkeit auf der Welt wird angeprangert, dabei zeigen sich ZODIAC ASS unverblümt gesellschaftskritisch wie eh und jeh.

Stilistisch bietet die deutsch österreichische Kombination zwar nichts neues, doch ist es immerhin sehr kompakt gespielt, womit dieses Album sich nicht schnell abnutzt, dafür sorgen schöne Melodiebögen, satte Midtempogrooves, derbe Riffsalven und so manch kreativer Ideeninput, wie den Titeltrack im letzten Vierzeiler auf Deutsch zu singen, um in wütendem Tonfall den Zeigefinger gegen Misstände zwischen Gesetzgebung, Politik und Volk zu erheben. Ein Stück wie „Vengeance“ rattert nicht durchweg mit heftig ins Eingemachte gehender Geschwindigkeitsattacke, sondern lässt auch Platz für gedämpftere oder fett groovende Midtempo-Parts, worin die größten Stärken von ZODIAC ASS liegen. Zeitweise wird es auch hymnenhaft heroisch teils bewusst prollig es wirkt als wäre hier statt einer Thrash-Combo eine Mittelalter-Rockband am Start, was den Songs individuellen Eigenanstrich gibt und ihnen wohl bekommt. Selbiges schaffen immer mal mitten drin eingestreute Melodiebögen oder zeitweise wechselhafte Gesangsmuster. Vielseitige Rhythmus-Tempowechsel denen es weder an Finesse noch Melodie mangelt, geben Nummern wie „Slaves and Masters“, „(Trapped In) Living Death“, dem von apokalyptischen Chorgesängen eingeläuteten „Under Angel Eyes“ oder „White Noise“ Form und Gestalt. „Kiss Of The Butterfly“ lässt durch Kindergesänge aufhorchen, ehe brutal die Thrashkeule ausgepackt wird. „Bavaustrian Metalbrothers“ outet sich als unwiderstehlich heftig im Stil früher METALLICA-'Kill em All'-Zeiten,ANTHRAX, SLAYER und EXODUS zündende Oldschool-Schlußgranate. Ein echtes Albumhighlight, das den passenden Rausschmiss garantiert.

Neben oldschooligen Euro und Bay Area-Einflüssen vermengt die vielseitige Mischung ein zeitgemäß transparentes Soundgerüst mit rotzigem MACHINE HEAD-Flair. Nur am  sich oft nicht zwischen Thrash oder Death Metal entscheiden könnenden Gesang könnte sich gar manches Gemüt eventuell reiben, - doch gerade diese krude Mischung gibt dem Sound erst ein besonderes Etwas; dementsprechend röhrt sich Wolfgang Denk nach allen Regeln der Kunst heftig die Kehle heisser, wobei er voluminös alle Facetten seiner kräftigen Stimme auslotet.

Fazit: Kompakter Oldschool-Thrash auf essentieller Basis, der ein breites Feld unterschiedlichster Genrefans bedienend gern mit dem Risiko spielt. Ein nahtlos fließendes Gebräu heftiger Thashattacken gehobener Sorte, der sich keineswegs hinter internationaler Konkurrenz verstecken braucht. Des öfteren ziemlich gewagt, doch auf beeindruckend starkem Level! 8/10

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