STORMWARRIOR - Norsemen


VÖ: 29.11.2019
(Massacre Records)

Style: Power-Speed Metal

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STORMWARRIOR

Sechs Jahre auf 'Thunder and Steele' folgt nun mit 'Norsemen' das sechste STORMWARRIOR-Album und zwar eines, das die lange Wartezeit qualitativ in aller Form rechtfertigt. Gekleidet in ein traditionsgemäß jeden STORMWARRIOR-Output optisch reizvoll zierendes Coverartwork soll nun die Musik sprechen. Majestätisch führt das von eleganter Pianosequenz eröffnet in raumgreifendem Pathos schwimmende Intro „To The Shores Where we Belong“ in die Welt der Nordmänner, ehe das halbe Dutzend Teutonenstahl-Hymnen folgt, die das Herz klassischer Power-Speedfans höher schlagen lassen. Im besten wie harmonischsten STORMWARRIOR-Band Line Up mit zurückgekehrter Rhythmussektion Jenz (Bass) und Falko (Drums), komplettiert von Neu-Gitarrist (u. a. Ex-ANGUISH, Ex-DEMON'S GATE, Ex-CIVILIZATION ONE, Ex-MAJESTY, EX IRONY, EX-RAVENBLACK) Saitenhexer Björn Daigger läuft das Wikingerschiff aus der Hansestadt Hamburg mit geblähten Segeln am Wind rudernd zu Glanzform auf! Erneut gelingt es dem zu den besten Kapellen des Power-Speed-Sektors zählenden Quartett, ausgefeilte Melodielinien, brachial krachende Killerriffattacken, treibendes Powerdrumming, raffinierte Filigransoli, fesselnde Melodiebögen, energiegeladene Dynamik, geschickt eingesetzter Bombast (Wind, Sturm, Wellengeräusche, Krächzende Raben, kraftvolle Chorgesänge, Hornsignale, Schwertklänge...)  und Heroisches Hymnenflair zu einer stimmigen Melange zu vereinen. Lars Ramkes' Gesang ist einen gefühlten Tacken kräftiger abgemischt, was sich ebenfalls durchweg positiv bemerkbar macht, dessen Stimme dadurch wesentlich effektiver zur Geltung kommt. 

Neben enorm druckvoll kompakt von donnernden Bassattacken durchsetzten alles plättenden Power-Speedhämmern „Norsemen (We Are)“, „Storm Of The North“ sowie „Odins Fire“ lassen vor feinen Pathos-Gesängen geradezu strotzende Powermetal-Hymnen auf die Unerschrockenheit der wilden für ihre Feinde zum Schrecken ihrer Zeit gewordenen Nordmänner 'a lá „Sword Dane“ und krachende von galoppierenden Gitarrenriffattaken verstärkt zum Faustrecken auffordernde Midtempo-Axthiebe vom Kaliber „Freeborn“ oder das kräftig  HELLOWEEN/RUNNING WILD-Schlagseite aufweisende im Stil des selbstbetitelten Stormwarrior-Debüts sowie der Heavy Metal Fire-EP röhrende Speedgeschoss „Blade on Blade“ jedes Echt-Metallerherz höher schlagen. Zu den Höhepunkten dieser fesselnden Killerscheibe gehört ganz klar auch „Shield Wall“, jener jedem Krieger literweise kalte Schauer über den Rücken jagende Moment, wenn das Blut in den Adern gefriert, sobald ein anstürmendes Feindesheer direkt auf den Schildwall prallt , ehe es zum gnadenlos blutigen Gemetzel kommt...! Kernstück auf 'Norsemen' ist der letzte zugleich längste Track „Sword of Valhalla“. Bei diesem gigantischen Elfminuten Epic Feuerwerk wird ein gewaltiger bei Wind und Wetter übers Meer segelnder Flottenverband Wikingerschiffe im Geiste lebendig. Akustikpassagen, epische Chöre, rasante Rhythmus- Tempowechselvarianz gebettet auf sattem Power-Speed-Fundament getragen von intensiver Leidenschaft zeichnen ein Epos vom Feinsten aus dem Hause STORMWARRIOR. Querverweise zum 2008er Meisterwerk „Heading Norse“ obwohl mein Lieblingsalbum bei allem Respekt vor diesem Genreklassiker stets 'Northern Rage' bleiben wird (!) sind vermehrt vorhanden. Mit anderen Worten, - ein Album ganz nach meinem Geschmack, wie ich es liebe.

Auch sechs Jahre nach dem bisher letzten Lebenszeichen gilt nach wie vor folgende ungebrochene Regel: Wo STORMWARRIOR draufsteht ist unter Garantie vollständig STORMWARIOR drin. Das war so, ist so, bleibt so! Anspieltipps: "Freeborn", der mächtige Hymnenbrecher „Odin's Fire“, „Shield Wall“ und das wie der leuchtende Nord-Stern am Nachthimmel erscheinende Epic Monument „Sword of Valhalla“. Habt acht! Die Wikinger kommen ihr Schwert von Valhalla im Halfter mit sich führend, um den Spirit vergangener Legenden übers Meer zu bringen...

Fazit: Erstklassiger Heroic Powerspeed auf Hochkaräterniveau. Durchweg Hymnenvoll, Heroisch, Majestätisch vom Nordmänner-Geist beseelt. Odin's Krieger melden sich mit 9 gewaltigen Thors'-Hammerschlägen zurück. So wird edelster Götterstahl in Reinkultur geschmiedet. - Welch ein mächtig zentnerfettes von reichlich Epos umgebenes Power-Speed-Inferno - unumgängliches Muss für die restlos überzeugte beinharte Kuttenträger-Fraktion! 9/10

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