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MOTORJESUS - Live Resurrection


VÖ: 14.02.2020
(Drakkar Records)

Style: Hardrock/Stoner/Heavy Metal

Homepage:
MOTORJESUS

Dieses Live-Album der Mönchengladbacher Institution MOTORJESUS war schon lange überfällig. Über die Qualitäten dieser für die teutonische Hard n' Heavy Landschaft so wertvollen 'live' ausnahmslos jede Bühne überall zerlegenden Rock n' Roll-Institution(die sich in der Vor-MOTORJESUS-Ära übrigens noch 'The Shitheadz' nannte) bedarf es überhaupt keiner langen Worte. Das intensive Gemisch aus traditionellem Hard Rock, Stonerausflügen und klassischem Heavy Metal versprüht seine gewohnt selbst dicke Mauern massiv durchdringende Breitenwirkung.

Nicht nur für eingeschworene MOTORJESUS-Bangers interessant, gibt 'Live Ressurrection' sehr guten Einblick über die intensive Dynamik einer MOTORJESUS-Live-Show. 16 Stücke (Intro, Karate-Interlude und Outro nicht mitgezählt), die zum besten gehören, was der Bandkatalog hergibt reichen aus, den Spirit einer superb fetten keinen Stein auf dem anderen lassenden Live-Hardrock-Session der Mönchengladbacher authentisch originalgetreu einzufangen. Krachende Dust & Gasoline-Smasher Marke „Motor Discipline“, - die Referenz für Skandinavischen Schweinerock „The Dead Army“ darf hier natürlich ebenso wenig fehlen; - „Fuel The Warmachine“, „King of The Dead End Road“, wobei auch die kultige zur Taktvorgabe verwendete Kuhglocke (!) zum Einsatz kommt, „The Howling“, „Return of the Demons“, das kampferprobten Oldschoolern wie meinereinem gewidmete „Destroyer“ oder „Dirty Pounding Gasoline“ atmen Dreck und Geruch verbrannten Reifengummis der Straße mit einer dicken Spur ausgelaufenen Öls. Kultig kommt auch die „Karate-Interlude“ mit Aufzählung aller Charaktäre denen dieser Song gewidmet ist: Bud Spencer, Terrence Hill, Jean Claude Van Damme, Chuck Norris, Bruce Lee, Silvester Stallone und Arnold Schwarzenegger gefolgt von der mächtigen ebenso heftig wie die aufgezählten Kinoleinwandhelden killenden Rock n' Roll-Überhymne „Fist of the Dragon“. Und was wäre eine schweißtreibende Rock n' Roll Live-Präsentation ohne den Motorjupp, dem die Bandhymne "Motorjesus" gewidment ist? Songs jüngeren Datums wie „King Collider“ oder „Re Ignite“ wissen neben bewährtem Material zu bestehen. 'Live Ressurrection' killt durchweg ohne Ende, was zum einen an der intensiven Live-Atmosphäre, zum anderen an der stark aufspielenden Gitarrenfront angetrieben von kräftigem Schlagzeugpunch liegt, während Frontmann Chris "Howling" Birch dessen räudige Reibeisenröhre durch Mark und Bein geht weder mit seinen die Stimmung aufheizenden Sprüchen noch entsprechend zum Ausdruck gebrachter Attitüde geizt, wie es sich für eine Rampensau von Format gehört. 

Obwohl sich das Band-Line Up auf drei Positionen verändert zeigt, hat sich soundtechnisch und am tollen Energielevel überhaupt nichts geändert. An der zweiten Gitarre tobt sich Patrick Wassenberg aus, Dominik Kwasny bedient den Viersaiter, Philipp Kohout sitzt hinterm Schlagzeug. Gitarrist Andy Peters und Sänger Chris „Howling“ Birx bleiben die zwei tragenden Säulen einer sympathsich erfrischend losrockenden Band, die immer noch so druckvoll erfrischend ihre Form des kampferprobten harten Rock n' Rolls einschließlich dazugehöriger Party und Sprüchen zelebriert, dass es eine Freude für waschechte Genrefans ist. Überragend sind Chris Birch Entertainment-Qualitäten, wenn der Bandleader zwischendurch aus dem saftigen Spruchrepertoire schöpft, sich auf das Saufen bezieht, die Pommesgabel sehen will oder das Publikum mit „Come On“-Rufen anfeuernd pusht, zum  des öfteren zum "Haare schütteln" auffordert,  aus sich heraus zu gehen. Sympathisch, ehrlich, direkter geht's nicht mehr. Authentisch originalgetreuer als MOTORJESUS kann harter Rock n' Roll nicht sein! Wer mittendrin statt nur dabei war, weiß, wie sich das anfühlt.

Fazit: Schon viel zu lange überfällig, – ein fetter Gourmethappen für die MOTORJESUS-Fangemeinde. Rockt, knallt, fetzt, killt vom ersten bis letzten Takt - Hell Yeah! 9/10

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