REECE - Cacophony Of Souls

VÖ: 13.03.2020
(El Puerto Records)
Style: Hardrock/Heavy Metal
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REECE
Durch das 'Eat The Heat'-Album von ACCEPT und spätere BONFIRE-Kooperation dürfte der Name David Reece einer breiteren auf klassischen Hardrock/Heavy Metal gepolten Härtnerschaft wohlbekannt sein. Nun legt REECE also sein Soloalbum 'Cacophony Of Souls' nach, wobei das hervorstechendste Merkmal die Stimme des charismatischen Sängers darstellt.
Stimmlich liegt der Mann mit dem immens kraftvollen Volumen irgendwo zwischen David Coverdale, David Lee Roth und Jorn Lande. Das entscheidende Element, was dieser Platte allerdings fehlt, ist die neben dem Gesang hohe Kompositionsdichte echter Hits. die auf 'Cacophony Of Souls' nicht vertreten ist. Schade, dass außer den flotten vor Dynamik strotzenden Krachern „Chasing The Shadows“, „Metal Voice“ und „A Perfect World“ dem starken Titeltrack „Cacophony Of Souls“, „Judgement Day“ im ergreifenden Midtempo-Modus mit schöner Melancholie-Brücke im Mittelteil und dem cool arrangierten Stampfer „Over and Over“ nicht mehr allzuviel tolles Material hinterher folgt. Durchschnittliche Absacker wie „Collective Anaesthesia“, „Back In the Days“ oder „No Disguise“ finden sich ganz ehrlich - zum gefühlten drölfunddreissigtausendsten Mal auf dutzenden anderer Scheiben. „Another Life, Another Time“ ist eine typische Ballade vom Reissbrett, die belanglos vor sich dahinplätschert. Das Reece darüber hinaus im Stande ist knackige Hardrockstampfer zu komponieren zeigt das sich fast schon ein wenig an den SCORPIONS orientierende „Bleed“. Keine wirklich schlechte aber auch keine dauerhaft durch die Bank gelungene Scheibe.
Fazit: Gute bis solide Hardrock/Heavy Metal-Hausmeierkost, die neben immerhin sechs gelungenen Stücken allerdings auch keine weiteren Qualitätsmassstäbe nach oben setzt. Zwiespältige Angelegenheit. 6,5/10

