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TREFFER - Provokateur


VÖ: Bereits erschienen
(Eigenproduktion)

Style: Gitarrenrock zwischen Hardrock, Stoner Rock und 77er Punk

Homepage:
TREFFER

'Provokateur' ist das zweite Studio-Album der seit 2008 bestehenden Leipziger Hardrockband TREFFER, deren Stil sich irgendwo mitten im breiter Schnittmengen zwischen AC/DC, MONSTER MAGNET, TURBONEGRO und SOCIAL DISTORTION trifft. Massive Gitarrenriffs, aussagekräftiger zugleich aggressiver Gesang zeigen unmissverständlich, dass man es ernst meint. Gesellschaftskritik ist für die Leipziger kein Fremdwort, sondern pure Lebenseinstellung. Davon geben kraftvolle den eigenen Konsenz beleuchtende Rocker Marke „Provokateuer“, „Hybris und Bier“ oder „Faust“ Beispiel. Daneben wird mit ganz alltäglichen Gesellschaftsübeln gnadenenlos abgerechnet, sie werden am Kragen gepackt, dass es regelrecht schmerzt! „Selbstdarsteller“, „Klugscheisser“, „Egal“ geben beredt Zeugnis davon, ruhigere im Stoner-Gewand verfasste Songs vom Typ „V-Twin“ und der Mundharmonika begleitete Antidrogen-Song „Weiße Linie“ besitzen sogar ihre opulent epischen Momente.

Rastlos getrieben von Neugier, Zweifel und Mut, ist mir dieses aufmüpfige Quartett auf Anhieb sympathisch. „Das macht man nicht, das tut man nicht, An Deiner Stelle würd' ich das nicht tun... Worte die in Schall und Rauch aufgehn'... mich treibt die Neugier, der Zweifel und der Mut", lautet der Refrain für den Album-Titeltrack, Worte die es auf den Punkt treffen.  Schön, das es noch Bands gibt, die es verstehen handgemachten Hard Rock mit Sondernischenfärbung (Stoner, Punk) zu spielen und dabei sinnvoll zu reimen, ohne dass sich die Worte oftmals gleichen. Gesunderweise versteht man sich auf kurzgehaltenes Textgut, dessen Inhalt effektiver hängen bleibt, weshalb die Songs keine Gefahr laufen zu sehr ins Bodenlose auszuufern.

TREFFER haben mit 'Provokateur' einen solchen gelandet. Das Album geizt nicht mit Lebensgefühl und tritt dahin, wo's wehtut. Aussagekräftig harter Gitarrenrock muss dem Begriff entsprechend amtlich knallen, damit die Worte nicht im Winde verhallen... Anhängerschaft von rebellischem Hardrock, Schweinerock und Punk der Schiene AC/DC, MOTÖRHEAD, MONSTER MAGNET, KYUSS, LIFE OF AGONY, TURBONEGRO, SEX PISTOLS, DANKO, JONES RAMONES, LÜDE & DIE ATROS, SOCIAL DISTORTION oder TOXPACK steht in der Pflicht eine Band anzutesten, mit Leidenschaft und Kraft Werte wie Ehrlichkeit, Treue, Rebellion und Attitüde mit lyrisch hochwertigem Textgut verbindet.

Anspieltipps: „Provokateur“, „Egal“, „V-Twin“ und „Selbstdarsteller“.

Fazit: Deftig Rotzräudig Arsch tretender Rebellen-Gitarrenrock gepaart mit selbironischen Lyrics, der beim angesprochenen Fanklientel weitaus mehr als ein verstecktes Grinsen mit  kräftigem Augenzwinkern hervorrufen wird. 8/10

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