ARCTIC FLAME - Declaration
VÖ:
05.12.08
(Pure
Steele Records)
Homepage:
www.arcticflamemetal.com
US Powermetal unter dem Namen ARCTIC FLAME. Vielleicht Produktionstechnisch etwas dünn auf der Brust bewegt
man sich in einem vorgegebenen, selbstauferlegten Korsett aus klassischem Power mit nur
leichten modernen Anleihen. Auch wenn man immer wieder auf nette Harmonie oder
interessante Melodien trifft erscheint mir ein Gros der Songs relativ saft- und
kraftlos. Ja fast ein wenig zahnlos. Liegt es an Dave Lowes doch recht
energiearmen Organ oder ist es einfach der statische, wenig treibende
Songaufbau? Fragen, die eigentlich ich beantworten sollte, leider aber auch
keine passablen Antworten darauf gefunden habe. ARCTIC FLAME klingen ein wenig
wie Manowar in ihren Gründertagen. Und so klingen denn auch die meisten der
hier vertretenen Songs. “Lord Of The Wasteland“, „Disciplines Of The Flame" und „Shadow Of A Broken Man“ sind Paradebeispiele für das
Songwriting der 80´er. Allerdings vollmundig mit der Erkundung eines neuen
frischen Gitarrensoundes zu prahlen, der zudem aggressiver und knalliger klingen sollte, als auf dem Vorgänger! „Hüstel“! Hier enthalte ich mich besser etlichen zurechtgelegten Kommentaren. Bei dieser
miserablen Abmischung, die ebenfalls aus dem Jahre 80 zu kommen scheint (frag
mich echt, was Jack Frost da verbrochen hat) hört man außer einem
undifferenzierten schlechten Mix Dinge dieser Art sowieso nicht. Jeder, der das
Album hört, wird wissen, was ich meine. Matschig und dröhnend im Gesamtsound. Sicherlich, ARCTIC FLAME leben die Achtziger, finden damit vielleicht auch Freunde und
Zuspruch. Mich haben sie mit „Declaration“ weder vom Hocker gehauen noch
endgültig überzeugt.

