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MAGICK TOUCH - Heads Have Got To Rock n' Roll


VÖ: 26.06.2020
(Edged Circle Productions)

Style: Hard Rock/Heavy Metal

Homepage:
MAGICK TOUCH

Normalerweise steht Norwegen im Regelfall für derbe Black Metal-Kost, das es auch anders geht, zeigt Album Nummer drei 'Heads Have Got To Rock n' Roll von MAGICK TOUCH. Dessen Inhalt liefert schlagenden Beweis dafür, wie abwechslungsreich und mitreissend klassischer Hard Rock/Heavy Metal alter Schule röhrt, wenn die Grundvoraussetzungen stimmen: Satte Beats, kernige Grooves, geradlinige Songstrukturen verbunden mit gesunder Portion Grundhärte und ein ausdrucksstarker Sänger, das passt. Der Aufforderung zum Headbangen kommt man beim treibenden Opener „This Isn't Your First Rodeo“ nur allzu gerne nach, dessen Essenz sich an klassischen 70er Helden und NWOBHM im Fadenkreuz von TYGERS OF PAN TANG, PERSIAN RISK, TOKYO BLADE orientiert. Bis März dieses Jahres mit ihren weitaus bekannteren Landsleuten AUDREY HORNE auf Tour - Direktvergleiche entfallen komplett - , geben MAGICK TOUCH deftig was auf die Ohren. HK Rein schafft es seine Stimme in variabler Weise rotzräudig, klagend, lebensfroh oder in melancholischen Touch verfallend klingen zu lassen.

Sicher hat man viele Passagen schon mal gehört oder es wiederholt sich; dennoch lässt der eine blutgetränkte Guillotine auf dem Frontcover vom Silberling zeigende Inhalt nicht viel zu wünschen übrig,- nur das allein zählt!

Inspirationstechnisch blitzen beim hochkarätigen Hymnenklopfer „To the Limit“ US-Hardrock-Einflüsse der Schiene LOVERBOY/KIX/ DOKKEN/ WINGER auf, „Bad Decisions“ haut fett in die THIN LIZZY-Kerbe – weckt kräftig Laune, selbiges gilt für den schleppend beginnenden zur Hälfte ins Theatralische wechselnden Groover „Phantom Friend“, wobei sich zeitweise schweres BLUE ÖYSTER CULT-Flair Bahn bricht, „Love Is a Hart Disease“ erinnert an eine gut dosierte Mischung aus ALICE COOPER, LORDI, ZODIAC MINDWARP & THE LOVE REACTION und KISS, bei „Ready For The Quake“ begegnen sich blueslastiges WHITESNAKE-Feeling und verspielte DEF LEPPARD. „Waiting For The Parasites“ tendiert in Richtung KISS und AEROSMITH, „Doomsday I'm In Love“ geht als gelungener BLACK SABBATH-Tribut durch, obwohl der Titel Parallelen zu den Dark Wavern THE CURE („Friday, I'm In Love“) aufwirft, hat das Stück soviel mit Dark Wave zu tun, wie Tante Janinas' Meerschweinchen mit der Bierdeckelsammlung von Onkel Felix.

Fazit: Gelungen vielseitiger Mix aus 70er-Classic Hard Rock und 80er Heavy Metal im Stil der guten alten Schule. - Rockt erfrischend gut! 7,7/10

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