KAT - The Last Convoy


VÖ: 25.09.2020
(Pure Steel Records)

Style: Heavy Metal

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KAT

KAT gehören neben TURBO zu den Urgesteinen des polnischen Heavy Metals. Dieser Tage feiert man mit einer 'The Last Convoy' getauften Zusammenstellung bestehend aus zwei neuen neu Songs, aufgegartem Altmaterial und einer Handvoll Cover-Songs 40jähriges Jubiläum. Grundgedanke hinter dieser Veröffentlichung ist wohl der gewesen, den Fans aufgrund dessen etwas besonderes zu bieten.

Von der Urformation ist nur noch Gitarrist Piotr Luczyk verblieben. Trotz diverser Besetzungswechsel existiert die in längeren Zeitabständen immer mal wieder Alben veröffentlichende Band als solche ununterbrochen Traditioneller Heavy Metal im 80er-Jahre Stil lautet das beherrschende Element der Polencombo die in jener Phase ihre Blütezeit hatte, worüber die 1985 und 86er-Releases 'Metal and Hell' und '666' Zeugnis ablegen.

Der Powerhammer „Satan's Nights“ tendiert in Richtung ACCEPT/ GRAVE DIGGER und PRIMAL FEAR, das rauhkehlige Organ von Qbek Weigel gibt den Song bei aller Rasanz amtlichen Kick nach vorn, auch der Titeltrack „The Last Convoy“ punktet kräftig im oberen Beeich. Das neu eingespielte Material bietet traditionellen Heavy Metal qualitativ ordentlicher Sorte. „Mind Cannibals“tendiert als aktualisierte Version leicht in Richtung MOTÖRHEAD. Dem gegenüber steht mit „The Dark Hole/The Habitat Of Gods“ eine außergewöhnliche allein mit sieben Minuten völlig aus dem Rahmen fallende ruhigere (ebenfalls auf dem 2005er 'Mind Cannibals'-Release vertreten) in etwa einer Stoner-Ballade ähnelnde Nummer, die mittels intensiver Pianoklänge und Akustischer Gitarrenfärbung besonderen Reiz entfaltet. Bei 'Flying Fire' griff den Polen kein geringerer als Tim 'Ripper Owens' unter die Arme, wodurch die Nummer vom letzten Studiorelease 'Without Looking Back' eine weitaus gehobenere Qualität bekommt. Vielleicht kann dieses Songmaterial förderlich sein, den Polen KAT neue Fans zu erschließen. Die Klassiker-Coverversionen „Highway Star“ (DEEP PURPLE), „Black Out“ (SCORPIONS) und „You Shook Me Allnight Long“ (AC/DC) wurden recht adäquat umgesetzt; ebenfalls offen bleibt, ob es eines versteckten Tracks bedurft hätte, der wie eine Fortsetzung des AC/DC-Covers klingt,

Fragwürdig bleibt, warum das handwerklich passable Album neben aktualisiertem Altmaterial und Covern nur zwei neue Songs (!) beinhaltet. Insofern ist der Silberling allenthalben für Leute mit locker sitzendem Geldbeutel geeignet, alle anderen sollten sich die Investition sparen. 6,5/10