DEPRESSION - Ära Der Finsternis

09 depression

VÖ: bereits erschienen
(Rotten Roll Rex)

Style: Death Metal / Grindcore

Homepage:
DEPRESSION
ROTTEN ROLL REX

Das ist mal eine Leistung und beweist Klasse, denn DEPRESSION sind nun schon 30 Jahre aktiv und da muss auch ordentlich mit einem neuen Album gefeiert werden.
So kommt mit „Der Aufbruch“ gleich mal ein Kracher, der mit sanften Piano Klängen beginnt, aber spätestens wenn die Riffs und Drums einsetzen, kommt sofort eine süßlich Harte Atmosphäre auf. Da wird man sofort mitgenommen und wenn dann nach einer gganzer Weile erst die Vocals mit hinzukommen, wird es saustark. Dieses Gemächliche verzeiht sich dann aber bei „Uttermost Belief“, denn da wird ein flotter Mix aus Death und Grind aus den Boxen gejagt, der wie wahnsinnig knallt und bei der „Knochenfäule“ gibt es nicht nur einen geilen Death Metal Drive, sondern auch noch Guest Vocals von Marc Grewe, denn man noch von Morgoth kennt und nun der Shouter von Insidious Disease ist. Herrlich was das Trio bei „Created Reality“ ein wahres Grind Gewitter vom Stapel lässt und danach auch mit „A Haunted Soul“ einen hervorragenden Mix aus Drive und Grind Geballer von der Leine lässt. Dagegen ist „Twisted“ in Sachen Tempo eher zurückhaltend und gegen Ende kommt dank der gesprochenen Parts auch noch ein Hauch Melancholie ins Spiel. Mit dreckiger Attitüde kommt „Of Grief and Pleasure“ daher und „No Excuses“ baut sich gemächlich auf, ballert dann ordentliche Grind Salven raus, die sich mit Groove Parts sehr gut vermischen. „Grin“ besticht nicht nur durch seine klassischen Headbanger Passagen, sondern auch durch absolutes Grind Gebolze, um dann mit „Changes“ eine coole Nummer mit Kick Ass Faktor und Prügelei auf die Menschheit loszulassen. „The Ballad of Typhoid Mary“, von wegen Ballade, das ist Prügeln auf hohem Niveau, während „Come on Over“ wie ein old school Nackenbrecher klingt. Kurz und heftig wütet „Spastik & Gesang“, um dann bei „Tormentor“ eine stetige Steigerung vom Mid Tempo zum Highspeed Geballer zu zelebrieren. „Der weinende Tod“ ist ein reines Piano Instrumental, dem „Seelenseuche und Geweidepest“ folgt und wo wir dreckiges Gerotze mit vielen Ballerparts und auch ein wenig tragende Atmosphäre bekommen. Puh, DEPRESSION machen ihr Ding wirklich hervorragend und auf alle 30 Stücke einzugehen wäre etwas zuviel, aber mit „Alone“ ist auch noch ein Green Machine und mit „Master“ ein Cover von Master mit an Bord. Auf jeden Fall muss aber noch „Depression II“ erwähnt werden, das wohl das zäheste und tragendste Stück der CD ist und neben dem dunklen Touch auch noch mit seine sanften, akustischen Klängen viel Atmosphäre versprüht. Zudem haben die Jungs noch mit „Blood on God´s Hands“, „Short Song“, „The Barbarian“ und „Eroded Epitaph“ die Songs der „Ein Hauch Von Moder Pt. 2“ Split aus dem Jahre 1998 remastered mit draufgepackt und die haben es voll in sich.
Die Mucke ist einfach nur geil und 30 Songs mit einer Spielzeit von fast 70 Minuten sind eine wahre Pracht, so dass hier auch locker 9.5 von 10 Punkten raus springen.