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LEGENDRY - MISTS OF TIME & DUNGEON CRAWLER (2 CD Rerelease 2020)


VÖ: 30.10.2020
(GoldenCore Records/ZYX)

Style: Epic Metal

Homepage:
LEGENDRY

Erst kürzlich flatterte mir eine Wiederauflage in Doppel-CD-Form der beiden ersten LEGENDRY-Alben 'Mists Of Time'/'Dungeon Crawler' auf den Tisch. Beginnen wir unseren Rückblick auf die 2016 und 2017 zurück liegenden Heldentaten der sich selbst hohe Ansprüche setzenden Epic Metal-Combo aus Pittsburgh (im US-Bundesstaat Pennsylvania) bei

CD 1 'Mists Of Time':
Zunächst lässt das gesprochene Düster-Intro 'Cimmeria' MEDIVAL STEEL Dungeon Tapes Zeiten durchblicken, ehe 'For Metal we Ride' frühes MANOWAR-Feeling mit WARLORD und MANILLA ROAD kreuzt; feine Melodiebögen, galoppierende Riffbreitseiten kombiniert auf spannendem Sphärenlevel reiten zusammen Seite an Seite in eine über Neunminütige Schlacht, ehe der achteinhalb Minuten-Brecher „Ancestors Wrath“ und das bereits auf der mit Bonustracks aufgewerteten 'Heavy Metal Adventure' EP vertretene achteinhalb Minuten Sahnebonbon 'Phoenix On The Blade' Platz für die Attacke des Necromancers („Attack Of The Necromancer“ machen, während auf den fast zehn Minütigem Titelsong „Mists Of Time“ bezeichnenderweise mit dem sich im Verältnis dazu ein bärenstark umgesetztes dem unerreichten Original MANILLA ROAD komplett zur Ehre gereichendes 3:16 Minuten Nekropolis-Cover ein dem Bandeinflusspektrum Rechnung tragendes MANILLA ROAD-Cover geradezu unvermeidlich ist, ehe ein vor Epic überquellendes opulente Stimmungsebenen erzeugendes durch rasante Tempoforcierung dynamisch packend im Galopp vorwärts preschendes die Keltenära der legendären Hyperboreaner-Stämme beleuchtendes Zwöfminuten Opus Magnum „Winds of Hyboria“ einen ganz besonderen Schlußpunkt setzt, womit der gelungene Schlußstrich unter ein starkes Debüt gesetzt wird. Majestätisch-Mystisch Hyperboreanischer Epic Metal! 9/10

CD 2: 'Dungeon Crawler'
Hier startet der epische zehnminuten Eröffnungs-Titeltrack sogleich mit WARLORD-mässiger Marschsolosequenz gefolgt von Tastenklängen und zauberhaft orientalischer Melodiesilhouetten, ehe heftig am Temporad gedreht wird, bis eine mystische ins HAWKWIND/BLACK SABBATH-Klanguniversum reisend erheblich Tempogedrosselte Psychedelic Passage tonnenschwer hypnotischer Tiefenwirkung den Übergang bis zum Schluß bildet. Statt weiter auf schleppend zu machen, geht beim flotten Quest Of Glory“ in MANILLA ROAD mässiger auf Endsiebziger Spirit geeichter Dynamik heftig die Post ab, ehe „Rogues in the House“ erneut in kräftigem Galopp hohe Staubfontänen aufwirbelt, danach folgt der auf voluminösem Grundriff schwer doomlastig heavy walzende Stampfer „A Witch Is Born“, ehe ein mächtiger Orkan in Form einer berauschenden Gitarrenorgie folgt. „The Conjourer“ entwickelt erneut abenteuerliches Flair, es erinnert etwas an MANILLA ROAD trifft SKYCLAD mit folkigem Hintergrund. „Shadows In The Moonlight“ ergießt sich in raumgreifender Schwere, geht in galoppierende Vorwärtsdynamik über um spätestens ab der Hälfte Parallelen zum Vorgängersong aufzuweisen, das wird auf Dauer bei aller Spielkunst etwas monton. Erlesenen Geschmack beweist man danach mit dem ebenfalls toll umgesetzten LORDS OF THE CRIMSON ALLIANCE-Cover „Swords Of Zeus“. Der ganz ans Ende gepackte sechseinhalb Minüter „The Edge Of Time“ zeigt von simpler Melodie getragen trotz solidem Ausklangs bei sich gleichender Songharmoniestruktur weitere Abnutzungserscheinungen. Ganz ehrlich: Schlecht ist der LEGENDRY-Zweitling zwar nicht wirklich, doch gibt es rein qualitativ gesehen gibt es zahlreich stärkere Alben auf dem Epic Metal Sektor, dahingehend beisst sich die Maus ebenfalls keinen Faden ab. 7,5/10

Welches Endresultat ergibt sich nun im Vergleich beider Alben? Fassen wir zusammen: 'Mists Of Time' verdient als tolles Epic Metal-Debüt starke 9 Punkte, der um wesentlich schwächer ausgefallene sich öfters auch schon mal in Wiederholungen ergießende Zweitling 'Dungeon Crawler' reitet plus gelungenem LORDS OF THE CRIMSON ALLIANCE-Cover wenigstens mit 7,5 Punkten knapp im gelbgrünen Bereich liegend, zur heimatlichen Bergfestung zurück. 'Dungeon Crawler' lässt das verwaschene Flair des Erstlings 'Mists Of Time' des öfteren schmerzlich vermissen. In der Endnote bringt es das 2er-Set immerhin auf gute 8 von 10 Punkten. Ausgestattet mit dazugehörigen Liner Notes, Fotos und neu gestaltetem Coverartwork gibt es an dem Release einschließlich Soundtechnischer Überarbeitung des Erstlings 'Mists Of ime' seitens der Band selbst wie von GoldenCore/ZYX-Releases im Prinzip gewohnt fairen Preis-Leistungsverhältnis einmal mehr so gut wie gar nichts zu bekritteln.

Fazit: Empfehlenswertes CD-Doppel in der Schnittmenge zwischen Phänomenal und nicht-mehr-ganz-so-qualitativ-hochwertig wie auf dem Debüt liegender US- Epic Metal-Releases für WARLORD, MEDIEVAL STEEL, (early) MANOWAR und MANILLA ROAD-Anhängerschaft. 8/10

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