DARK TRANQUILLITY – Moment

11 darktranquility

VÖ: 20.11.20
(Century Media)

Genre:
Melodic Death Metal

Homepage:
DARK TRANQUILLITY

„Nichts ist für die Ewigkeit“ sangen vor vielen Jahren schon die ONKELZ und genau dies trifft jetzt auch die Melodic Death Metal Urgesteine und Mitbegründer des Göteborg-Sounds im 31. Jahr ihres Bestehens zu. So galt es den Ausstieg der beiden Gründungsmitglieder Martin Henriksson (b.) bereits vor dem letzten Album „Atoma“ und zuletzt Niklas Sundin (git.) zu ersetzten, was sich wiederum recht leicht gestaltete, denn man konnte mit Christopher Amott (Ex-ARCH ENEMY) und Johan Reinholdz (ANDROMEDA) die zuletzt live bereits agierende Gitarrenfraktion fest verpflichten. Folglich wird der Fan eine neuerliche, wenn auch nur leichte Veränderung, im Songmaterial feststellen. „Moment“ hat vier Jahre gebraucht, um zu wachsen und sich so zu präsentieren wie es jetzt zu hören ist. Über die 12 neuen Stücke hinweg bleibt man den DT-Trademarks treu, tritt aber nicht auf der Stelle. Wer „Atoma“ mochte wird sich mit „Moment“ und seinen typischen Melo Death Highlights „Phantom Days“, „The Dark Unbroken“ oder „Failstate“ recht schnell anfreunden. Jedoch aber auch schnell bemerken, dass sich im Bereich der Gitarren etwas getan hat. Des Öfteren blitzen thrashige Gitarrenläufe auf, was sich oftmals recht abwechslungsreich auf den Rhythmusbereich und eine treibendere Songgestaltung im Allgemeinen auswirkt („Transient“, „Identical To None“ oder „Ego Deception“). Ich für meinen Teil tue mich auf dem neuen Longplayer jedoch etwas schwer mit Mikael Stanne’s Klargesang. Das mag inhaltlich gerade bei den langsameren Songs passen, aber dieses mal irgendwie nicht so richtig zu seinen markanten Growls („Remain The Unknown“, „Standstill“ oder „“In Truth Divided“). Dazu kommen, gerade eben bei den langsameren Stücken diese phasenweise „niedlichen“ Keyboard-Melodien. Klar, gehört das Keyboard auch zu DARK TRANQUILLITY, aber in der Summe klang dies für mich auf „Atoma“ etwas harmonischer.

Unterm Strich ist „Moment“ ein gutes Album geworden, das über weite Strecken zu gefallen weiß, aber eben kein neues Highlight in der Discographie der Schweden wurde.

Punkte: 8,5/10