JADED HEART – Stand Your Ground

VÖ: 27.11.20
(Massacre Records/Soulfood)
Genre:
Melodic Metal
Homepage:
JADED HEART
Mit „Stand Your Ground“ legt die deutsch/schwedische Quintett nicht nur Album Nr. 14 vor, sondern geht erstmals auch ohne Keyboard und in Persona von Johnny Lindberg mit einem externen Co-Texter an den Start. Die Wandelung vom Hard Rock zum Melodic Metal, die auf den letzten Studioalben schon erfolgreich praktiziert wurde, findet hier auf dem neuen Longplayer seine Vollendung. Durchweg härter und treibender agiert man nicht nur bei den Gitarren, sondern auch innerhalb der Rhythmusfraktion und dies über alle der 13 neuen Stücke hinweg. Für bisherige musikalische Verhältnisse rammt der im Uptempo angesiedelte Opener (Titeltrack) schon alles in Grund und Boden und darf ohne Umschweife exemplarisch für die Neuerung stehen. Dass das Zusammenspiel zwischen harmonisch groovenden Melodiebögen, einem eingängigen Refrain und schönen Vocal Lines funktioniert, weiß man bei der Kombo nicht erst seit gestern. Dass man dazu aber auch und mit deutlich tiefer gestimmten und treibenden Gitarren einen richtigen, nachhaltigen Kracher („One Last Time“) kreieren kann, überrascht dann selbst mich. Und weil das hier so schön funktioniert hat, schiebt man ähnlich ansprechende Ergebnisse mit „Reap What You Sow“, „Hero To Zero“ bzw. „Kill Your Masters“, nur in teils schnelleren Varianten, gleich noch einmal hinterher. Neben Johan Fahlbergs erneut perfekter Gesangsleistung stechen dieses Mal die veränderten Gitarren im Bereich der Soli und der verwendenden Sounds positiv hervor. Aber keine Angst, auch oldschool Melodic Ohrwürmer, die gerade auf dem japanischen Markt ein Volltreffer werden dürften, sind in Form von „Break Free“ oder dem powerballadesken „Stay“ noch vorhanden.
Der einstige JADED HEART Fan wird beim Hören der Scheibe sicherlich 2-mal aufs Frontcover schauen, ob da auch wirklich JADED HEART drauf steht. Ich für meinen Teil finde den moderneren Anstrich gelungen und richtig geil.
Punkte: 8,5/10

