DEZTROYER - Climate Change

12 deztroyer

VÖ: 04.12.2020
(Golden Core Records / ZYX)

Style: Thrash Metal

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DEZTROYER

Danke Neudi, da hast du ja mal wieder tief in der Underground Kiste gewühlt, um uns diese Scheibe der hessischen Heavy Thrasher von DEZTROYER nach 30 Jahren endlich wieder zu servieren.
Das Album macht sofort mit dem Titelsong Spaß, das ist gerade dieser Heavy / Power / Thrash Mix, den ich so in den 80 / 90'ern so geliebt habe, knackiger Sound powernde Drums und kernige Riffs. Genau das geben uns DEZTROYER und im Refrain kann man immer noch klasse mitbrüllen. „Ain't No Cure“ geht ab wie eine Rakete, da wird flotter Thrash der alten Schule zelebriert, der auch heute noch weltweit von den Fans nur so aufgesogen wird. Mit „Intolerate“ lassen die Hessen auch neben dem Thrash Faktor auch technische Breaks, melodischen Spped Metal Anleihen und auch traditionellen Metal mit einfließen, um mit „Solitude“ dann auch einen klassischen Metal Hammer loszulassen, der gegen Ende sehr verspielt ist. Das eröffnende Piano bei „T.E.V.A.R.“ lässt sogar leichtes Horror Feeling aufkommen, doch dann entwickelt sich aus diesen sanften Klängen eine wahrhaft geil rasante Thrash Nummer. Richtig rumpelnd kommt „Can't Complain“ aus den Boxen, das ist hart, geradlinig und voll vor den Latz und auch „I'm Watchin'“ ist eine nach vorne strebende Nummer, die allerdings von vielen coolen Breaks durchzogen ist. Neben seinem Tempo ist „We Fight“ an vielen Stellen auch mächtig donnernd gehalten und auch wenn man zu Beginn von „(W.R.A.) Torture“ meinen könnte, das gibt ne Kick Ass Nummer, der täuscht sich. Auch hier blasen uns DEZTROYER viel Thrash entgegen, haben aber so dermaßen vertrackte Parts im Mittelpart, dass man seine Gedanken fast schon bei Voivod hat. Die Drums bollern in „Warchild“ sehr stark im Vordergrund, doch wenn das Tempo angezogen wird, ist da wieder die Geradlinigkeit locker und leicht zu erkennen. Die Kick Ass Nummer kommt dann aber doch nich, das übernimmt „Souvenirs“ absolut perfekt. Auf der ersten CD ist als Bonus noch das Studio Promo Tape mit drauf und das ist im Sound absolut stark. „Heaven's Gate“ thrasht da mit starken Breaks drauf los, „Outwit the Maze“ ist ein flotter Nackenbrecher, bei dem man den Refrain lauthals mitgröhlen kann, während „I Hate War“ auch ein paar Heavy Metal Anteile in seinen Thrash eingebaut hat. „Warchild“ gibt es dann auch noch mal in der 1989'er Version, die hier etwas roher klingt.
NATÜRLICH gibt es, wie man es von Neudi kennt, auch hier massenhaft Bonus obendrauf, so werden auch alle anderen Demos auf die zweiten CD drauf gepackt und los geht es mit „The Forz“ Demo aus dem Jahre 1989, von dem „We Fight“ und „(W.R.A.) Torture“ auch auf dem Album waren. Dazu ware „Deceiver“ noch mit dabei, ein Track, der lange im Mid Tempo Metal angesiedelt ist, bevor das Thrash Brett geschwungen wird. Dies kriegen wir auch mit „Deceiver“ geliefert, doch hier sind immer wieder diese puren Metal Breaks mit drinne und mit „4th“ noch ein lusitges Outro. Danach kommt das „Big Suprize Demo an die Reihe, da ist der Sound schon etwas dünner, aber für das Alter immer noch besser, als so manch anderer Krach, den man damals vorgesetzt bekam. Die Stücke sind alle schön thrashig, speedig, haben mitunter Melodien mit dabei und auch der klassische Metal Faktor bleibt nicht außen vor. Dann gehen wir mit dem „Drink & Forget“ ein Jahr zurück nach 1988 und das merkt man dem Sound auch an, der hier um einiges dünner ist, aber immer noch stark. Hier fällt besonders auch, dass gerade bei den Vocals auch mal helle Screams dabei waren, die an King Diamond erinnern. Finaly gibt es natürlich auch das 1987'er Demo „Homicidal World“, wo man auch so manchen Metallica Riff heraus hören konnte. Der Sound ist auch immer noch sehr solide und so endet dieser fulminate Doppeldecker der Hessen, den Neudi mit viel Liebe zum Detail nun auf uns los lässt und das ist für mich Nostalgie pur und so stark, dass auch 9,4 von 10 Punkten fällig werden.