DODSDRIFT - Ødnis

10 dodsdrift
VÖ: bereits erschienen
(Vendetta Records)

Style: Black Metal

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DODSDRIFT

Asche auf mein Haupt, dass ich das Debüt der Herren nicht auf dem Schirm habe und schon bei den ersten Klängen nach dem sanften Intro Part in „Fährde“ muss ich der Band ein Kompliment machen, was den Sound anbelangt. Die Riffs frostig wie es sein soll ist klar, aber wie phantastisch hier die Drums zu hören sind, so wünsch ich mir schon ewig ein Black Metal Album. Und dass DODSDRIFT es musikalisch drauf haben, sollte sich von selbst verstehen, da kommt rasender Black Metal aus den Boxen geschossen, der Feuer unterm Arsch hat, aber auch im monumentalen Mid Tempo und sanften Klängen paart sich diese Raserei perfekt. Der extreme Gesang passt da wie das berühmte Tüpfelchen aufs I und ich bin gespannt, ob das so geil weiter geht. Jaaaa, „Schattenschafott“ knüppelt drauf los wie ein Berserker und hämmert mit mit den im Mid Tempo fett rollenden Double Bass den Kalk aus der Birne, das sind fein eingängie Riffs mit sägenden Klampfen vermischt und mitunter klingt es total erhaben. Mit dem „Ruß“ gibt es erst mal tragende und melodische Parts, die fast schon so was wie Wärme ausstrahlen, doch mit aufkommenden Double Bass wird auch das Riffing härter und dass es dann bei der Knüppelei frostig und extrem wird, ist klar. Die Norddeutschen haben auch Passagen mit an Bord, die nah am klassischen Metal sind, um dann mit Überschallgeschwindigkeit zu ballern. In der „Herbstluft“ genießt man seine Zeit und das machen die Herren musikalisch auf melodische, aber auch nach vorne ziehende Passagen zu Beginn auch klar, doch wenn auch dann der Herbststurm in Form von extremem Geballer ausbricht, ist das einfach herrlich und dann auch noch die donnernden Double Bass, ich bin wahrhaft geplättet. In „Laere“ gibt es einen eingängigen, aber gerade dank der Vocals extremen Groove, das Stück hält sich im tempo sehr zurück und baut damit eine ganz besondere Atmosphäre auf, die sich gewaschen hat. Über die Double Bass baut sich dann aber eine Aggression auf, die sich in bestialischer Raserei dann auch entladen muss. Diese setzt sich bei „Der letzte Pfad“ mehr als beeindruckend fort und trotz der frostigen Riffs kommt immer ein Hauch Harmonie auf und wenn das Tempo mal runter gefahren wird, wird das noch um einiges deutlicher. Der „Moorbrand“ startet mit druckvollem Stampfen und fängt dann an, aus allen Rohren zu feuern, was mich in totale Begeisterung versetzt, meine Fresse ist das intensiv, ist das hämmernd, ist das kickend, wenn die Herren im Mid Tempo volle Power auffahren. Mit fast schon sinnlichen Klängen geht „Heimkehr“ los, doch das dreht sich dann in feines Knüppeln, wobei DODSDRIFT hier nicht nur das volle Brett Abwechslung auffahren, sondern auch mit dem Crash Becken bei mir Eindruck schinden. Mit den „Adern des Abgrunds“ wird abermals in brutaler Art die Sau rausgelassen und die wunderbaren Tempowechsel sind erneut einfach nur superb. Die fiesen Riffs lassen bei „Enthauptet“ schon erahnen, dass hier gleich ein Donnerwetter losgehen wird und das tut es auch, Dauerfeuer ist angesagt und auch hier steht volle Kanne Abwechslung auf dem Plan, bis sich dann am Ende der Staub mit sanften Klängen legt und ein Album beendet, das seinesgleichen sucht.
Für mich ist das bis hierhin eines der besten Black Metal Alben des Jahres und dass ich mich nach so einem Genuss natürlich auch nach altem Material der Band umsehe, versteht sich von selbst, wie auch die völlig verdienten 9,7 von 10 Punkten.