MAD BUTCHER - Metal Meat


VÖ: 17.12.2021
(Dying Victims Productions)

Style: Heavy/Speed

Homepage:
MAD BUTCHER

MAD BUTCHER, die Band deren Name DESTRUCTION für eine EP, zwei Compilations und ein Livealbum bis gegen Ende der 80ern als  Bandmaskottchen für eine Livealbum verwendeten,
(und sich frech dieser im Original MAD BUTCHER zuschreibenden Figur bedienten) holten 1987 mit ihrem Zweitling 'Metal Meat' zu einem krachenden Schlag aus, dessen Echo zumindest im echten Teutonenstahl-Underground nicht ungehört verhallte. Die vor den Weihnachtsfeiertagen erscheinende Neuauflage beinhaltet alle zehn Stücke, als besonderes Extra gibt’s noch zwei Bonustracks und drei 1986 während des Scream-Festival in Gelsenkirchen mitgeschnittene Livetracks. Das Coverartwork mit der durch den Fleischwolf gedrehten Gitarre versteht sich als makabre Verballhornung auf das damals wie heute sich oft selbst kopierende Bussiness. Die dahinter stehende Botschaft ist kein Schnee von gestern, sondern 2021 aktueller denn je!

'Metal Meat' besaß alle Zutaten, die ein richtig fett arschtretendes Heavy Metalbrett seinerzeit (wie heute) braucht(e) abseits der sich allmählich herausbildenden Stilrichtungen, die in den Früj80er-Anfangstagen von MAD BUTCHER überhaupt noch nicht relevant geschweige denn geboren waren, beispielsweise (Doom und Thrash)  sich quasi erst später herausbildeten.

Das hier werte Anhängerschaft der harten Stromgitarrenmucke ist Riffdominierter Metal, der sich irgendwo im breiten Feld zwischen NWOBHM (JAGUAR, VARDIS, IRON MAIDEN, SAXON, TOKYO BLADE, TANK und RAVEN) einpendelt ebenso JUDAS PRIEST, US-Metal-Schlagseite á lá JAG PANZER, RIOT, ANVIL, THE RODS-Influenca berücksichtigt und auch Speed Metal-Anteile beinhaltet. 'Metal Meat' versprüht genauso wie am ersten Tag selbst 34 Jahre (!) nach Entstehung soviel unverfälscht blutig rohen Metal-Spirit. Da steckt ausnahmslos Hingabe, Leidenschaft und Herzblut für waschechten Heavy Metal drin, dass es geradezu süchtig macht. Wem die beiden MAD BUTCHER-Alben 'Metal Lightning Attack' (1985) und das starke hier zu reviewende Nachfolgewerk 'Metal Meat' fehlen, bekommt somit also die lange Zeit ungenutzt gebileibene Chance, endgültig eine wichtige Lücke in der Tonträgersammlung zu schließen.

Für den 22.4.2022 ist sogar ein Live-Reunion-Konzert im Resonanzwerk (Oberhausen) geplant, das einmalig blieben soll. Immerhin stehen mit Gitarrist Rolli Borchert, , Schlagzeuger Reinhard Gollan und Sänger/ Bassist Metalharry nach 3 Dekaden (!) 75 % der MAD BUTCHER Ur-Formation auf den Brettern, um ein Oldschool-Metal-Programm bisheriger Tonträgeraufnahmen zum Besten zu geben. Grund genug, dem Resonanzwerk Oberhausen nächstes Jahr einen Besuch abzustatten...

Fazit: Traditionsmetallerschaft, die bei Nummern vom Kaliber „U can't stand it“, „Freewind“ oder „Hypnotized“ nicht unmittelbar von 0 auf 100 steil geht, hat schlicht den unverfälschten rauhen 80er Spirit nicht begriffen... 8,5/10


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