STEVE VAI – Inviolate

01 SteveVai

VÖ: 28.01.22
(Favored Nations/Mascot Label Group)

Genre:
Rock/Fusion Instrumental

Homepage:
STEVE VAI

Eins vorweg, dieses Album wird für den Gitarren Nerd ein weiteres gefundenes Fressen darstellen. Schon alleine der Aufbau der Spezialgitarre Namens „Hydra“, die u. a. beim Opener „Teeth Of The Hydra“, einer Latin-Fusion angehauchten Komposition Verwendung findet, lässt einen Bauklötze staunen: eine Kreatur aus zwei Köpfen, drei Hälsen (u. a. mit 7 und 12 Gitarren-Saiten und 4-saitigem Bass), Harfensaiten, halbfreie Hälse, Single-Coli, Humbucking-, Piezo- und Sustainer-Tonabnehmer, schwebende und Hardtail-Tremolo-Brücken, Phasensplitter u.v.m. Soweit alles klar? Gut, kommen wir zum Album selbst. „Inviolate“ ist der Nachfolger von „Modern Primitive“ (2016) und stellt das 10. Soloalbum in der 38-jährigen Diskografie des amerikanischen Saitenkünstlers dar. Klar dürfte jedem Fan auch sein, dass hier kein neues „Passion and Warfare“-Album an den Start geht, sondern eher etwas Spezielles, wenn der Künstler sich als Song-Thematik die griechische Mythologie auf die Fahne geschrieben hat. Recht metallisch rockend und melodisch klingen Stücke wie „Zeus In Chains“, „Avalancha“ oder „Greenish Blues“ (erinnern teilweise an den einstigen Lehrmeister Joe Satriani). „Candlepower“, eine recht jazzige Angelegenheit, ist einer der Songs, der für die Platte noch einmal von einer kompletten Band eingespielt wurde, die Originalversion hatte der Multiinstrumentalist Anfang 2021 allein aufgenommen. Dem Fan schon durch ein Video aus dem, letzten Jahr bekannt ist „Knappsack“. Das Stück hat Vai nach einer Schulter OP (eben durch den Chirurgen Dr. Knapp) links händisch mit Legato-Technik eingespielt und hier auf dem Album in abgeänderter Form noch einmal veröffentlicht. Tja, so hat jedes der neun Stücke seine eigene Geschichte, die leider nicht im 3-Panel Digi Pack niedergeschrieben ist. Deren Erzählungen würde hier auch den Rahmen sprengen und so muss man nun auf das www. ausweichen, um mehr darüber zu erfahren.
Alles in allem stellt „Violate“ eine höchst anspruchsvolle, rein instrumentale Veröffentlichung dar, die nicht jedem schmecken wird. Wer schon mit dem letzten YNGWIE MALNSTEEN Output nichts anzufangen vermochte, der kann hier gleich die Finger weglassen. Wer allerdings auf originelle Gitarrensounds und Spieltechniken steht, ist hier mal wieder genau richtig.

Punkte: 8/10

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