D'OR - Veni Vidi Ignis

VÖ: 11.03.2022
(Metalapolis Records)
Style: Classic Hard Rock
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D'OR
Bock auf eine satt rockende Mischung aus ALICE COOPER, SKID ROW und WASP? Dann liegt ihr mit dem eingängig zu Werke gehenden Schweizer Hard Rock-Vierer D'OR genau richtig! Diverse Passagen genannter Acts vermischen sich mit gewaltigem Klischeesammelsurium zur kompakt hart rockenden Mischung, die entweder kräftig an den Hörnern packt oder nur müdes Schulterzucken auslöst. Bei mir ersteres, Schock-Rock Marke ALICE COOPER, ZODIAC MINDWARP & THE LOVE REACTION, vereinzelt auch TURBONEGRO, W.A.S.P. und LORDI, dazu noch eine Prise frühe SKID ROW, - und fertig ist ein herrlich randvoll mit Klischees gefülltes Hard Rock Album das mehr als einmal den Spirit der unverzichtbaren Idole knietief durchscheinen lässt.
'Veni Vidi Ignis' platzt nahezu vor fettem Hymnenpotential einschließlich klassischer Hardrock Zitaten (mit abgeschwächter Sequenz wenn die Textstelle „What's a Fire... let it... (zum DEEP PURPLE Klassiker „Burn!“ folgt oder zum SKID ROW-Gassenhauer „Monkey Bussiness“) einschließlich coolen TURBONEGRO-Grooves die auch ein wenig an Rock n' Rollige MOTORJESUS-Parts erinnern, gekrönt von catchy Refrains. Treibende Rock-Beats, provokative Proll-Attitüde und saubere Hard n' Heavy Grooves verbinden sich mit Glam-Horror-Rockfaible. Da geht’s ab, wie Sau! Satte Gitarrenriffs dominieren über weite Strecken, Vocalist André Dormann besitzt genau das reißerische Organ für diese Art von Mucke und die Rhythmussektion legt ein so druckvolles Fundament, dass es eine Freude ist, während quirlige Leadsoli zwischendurch für Auflockerung sorgen. „Future, Baby!“erinnert mit poppigen Grooves und catchy Refrains an eine Kreuzung aus LORDI treffen TURBONEGRO! Mit "Electric Shock" und "Rage Unbound" haben sich auch zwei zwisczhendurch etwas deutlicher schwächelnde Nummern eingeschlichen, doch die trüben den tollen Gesamteindruck nur wenig. Was noch fehlt aber das ist Klagen auf hohem Niveau - wäre eine knackige Überhymne die sich effektiv zum starken Titeltrack Veni Vidi Ignis ergänzt. Das Ding macht mächtig Laune!
Als Anspieltipps fürs geneigte Fanklientel zwischen ALICE COOPER, LORDI, SKID ROW, TURONEGRO, WASP oder ZODIAC MINDWARP & THE LOVE REACTION empfehlen sich der straighte alles wegfetzende Auftakthymnen-feger „Veni Vidi Ignis“, weitere cool getaktete Hard Rock-Groover vom Kaliber „Scream“ und „Future, Baby“ sowie der Düster melancholisch ein heißhungrig nach Blut lechzendes Monster von der Kette lassende Horror-Schock-Rocker „The Ticket“.
Fazit: Gut abgehangener Hard Rock im klassischen Glam-Horror-Rock-Stil, der kraftvoll in den Arsch tritt und kein Auge trocken lässt. - Oh Yeah, - Feed my Frankenstein..(!) 8/10

