RXPTRS - Living Without Death's Permission


VÖ: Bereits erschienen
(Blacklight Records)

Style: Alternative Rock / Metal

Homepage:
RXPTRS

Manchmal flattern einem komische Tonträger rein, wie schreibt sich diese Band eigentlich? Hab' ich das richtig gelesen? RXPTRS? Wofür steht dieses Kürzel? wahrscheinlich „Raptors“, ah ja. Irgendwie schon bekloppt, dass ich das Ding ohne Infoblatt bekomme... Jedenfalls hat der Schriftzug mit dem X an zweiter Position durchaus etwas rebellisches, genau wie dahinter stehende Band.

Schön, das es auf Anhieb ohne Ansage mitten ins Engemachte geht. Dafür sorgt die kunterbunte Mischung aus Alternative, Crossover und Hardcore-Zutaten durchaus. Mal wird rebellisch gebrüllt, dann wieder Klarton gesungen. Umso weniger erstaunt die zeitgemäße Produktion aller zehn Stücke dieses ohne Infoblatt direkt auf den Tisch geflogenen Silberdrehers. Nummern wie „Burning Pages“, „Dead Awake“ oder „Cold Ground“ sprechen ihr bunt gemischtes Publikum an, das irgendwo zwischen Crossover über Alternative-Metal bis zu aktuelleren Vertretern modernerer Gangart liegt. Überzeugte Die Hard- Fans dieser Gemischtwarenladen-Schiene, zu denen meine Wenigkeit ganz sicher nicht gehört, dürften bei solcher Mucke Freudensprünge machen, die 'Living Without Death Permission'. Gesundes Härtelevel gewährleistet, dass es an bestimmten Stellen kaum all zu sehr auswimpt, allein dominant hoher Gesang würde für Alben wie dieses den Tod bedeuten.

Das Bemühen um Abwechslung und Originalität ist löblich und anerkennenswert. Am meisten überrascht der abrupt eingeflochtene Rock n' Roll-Part in Verbindung zur düstermelancholischen Spannung in Begleitung von Hintergrundgesang heranwachsender bei „The Death Rattle“, dem vielleicht stärksten Albumtrack. Dafür dass die Mucke häufig Tempo, Melodie und Stil abrupt verändert wodurch sie für mich puren Oldschooler schwer zugänglich ist, geht sie mir stellenweise heftig auf den Zeiger, wenn zuviel monotonoes Hardcore Geshoute ins Spiel kommt. Immerhin gelingt der Spagat zwischen harrschen Tempoattacken, heroisch epischen Klartonpassagen, integrierten Melodiebögen und auflodernden Groove Metal-Passagen zumindest teilweise, womit handwerkstechnisch kein Armutszeugnis abgelegt wird. Dafür, dass ich mit dem Cocktail genannter Stilrichtungen absolut rein gar nichts anzufangen weiß, pendelt sich die Wertung schließlich gemessen am Gesamtergebnis bei neutralen 6,5 von 10 Punkten ein.

Fazit: Kompakt-Kraftfutter mit filigranen Melodiewechseln und Richtungs weisender Tendenz in Alternative/Hardcore/Crossover-Gefilde, womit darauf geeichtes Fanklientel recht ordentlich bedient sein dürfte. 6,5/10



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