HAILMARY - Disturbing The Peace


VÖ: 04.07.2022
(Eonian Records)

Style: US-Hard Rock/Melodic Metal

Homepage:
HAILMARY

Sechzehn Jahre liegt das letzte LEATHERWOLF-Album 'World Asylum' bereits zurück, es wurde 2007 nocheinmal unter dem Titel 'New World Asylum' veröffentlicht. Oh Shit... jetzt hätte ich in der Überschrift beinahe LEATHERWOLF geschrieben, die sich dank Eigenregie von Mike Olivieri reformierten und in HAIL MARY umbenannten und mit 'Disturbing The Peace' das nächste Studioalbum zugleich ihr Comeback unter neuem Bandnamen ins Rennen schicken.

Obwohl HAILMARY diese Songs schon im Kasten hatten, kam ihnen die damals vieles zerstörende Grunge-Welle dazwischen, womit Band und Songmaterial für lange Zeit auf Eis lagen, weil sich kein Label in den frühen 90ern bereit erklärte, sich auf das Material einzulassen, um die Band unter Vertrag zu nehmen. Band interne Namensstreitigkeiten mit rechtlichen Konsequenzen erschwerten die Veröffentlichung zusätzlich, wodurch die Umbenennung von LEATHERWOLF in HAILMARY resultierte. Dank Tom Fletcher und EONIAN RECORDS kommt das über drei Jahrzehnte auf Halde liegende Material nun zu längst verdienten Ehren. Die ursprünglichen neun Studiotracks wurden mit zwei Demosongs ergänzt.

Geändert hat sich sehr zu meiner Freude trotz Bandnamensänderung in HAIL MARY am Stil grundlegend überhaupt nichts. Die Triple Axe Attack Michael Olivieri/Geoff Gayer/Carey Howe/schenkt nach wie vor kräftige Riffs, herrliche Melodiesoli aus und glänzt dabei mit viel Technischer Finesse. Für druckvollen Schalgzeugpunch sorgt Marco Forcone. Energiegeladen kraftvolles Melodic Metalfutter für die stets hungrige Fangemeinde vom Typ „The Way I Am“, „Killing my Dreams“ oder „Church Of Love“ und Groovekaskaden á lá „Be My Suicide“, „This Kid“) ist zur Genüge auf der aktuellen L... uuups (!) jetzt hätte ich doch fast schon wieder... HAIL MARYsind natürlich gemeint... vertreten. Auch ein Stadion Hardrocker wie „Friends“, der einer härteren Version zwischen UGLY KID JOE's gecovertem Harry Chapin-Singersongwriter-Evergreen 'Cats in The Cradle' und FREAK OF NATURE ähnelt zeigt, das die Ex-LEATHERWOLF ihre angekündigten neuen Wege gehen, ihren Wiederkennungswert bei allen elf Tracks bis zu einem gewissen Grad konsequent beibehielten, was dem Gesamtwerk in jeder Hinsicht entgegen kommt. Der Stadionstampfer tut dem Album zur Abwechslung sogar erfrischend wohl. Über allen Songs trohnt der unwiderstehliche mal melodisch mal kehlig röhrende Gesang von Sänger/Gitarrist Michael Oliviery.

Inhaltlich sind HAILMARY von LEATHERWOLF-„Street Ready“-Glanztaten entfernt, bestechen jedoch mit perfekt ausbalancierter Mischung zwischen den Stilfeldern, die sich ungefähr in der Liga Stadionrockorientierter Acts wie FREAK OF NATURE, MR. BIG, SKID ROW und BULLETBOYS einsortieren lässt.

Was hier im Playerschacht rotiert, lässt sich als gesunde Verschmelzung von klassischem Hard Rock mit US-Melodic Metal und somit als gelungenes Comeback unter verändertem Bandnamen inklusive beibehaltener Trademarks bezeichnen.

Fazit: Unabhängig davon, dass sich die ehemaligen LEATHERWOLF HAIL MARY nennen, wird sich auch dieses Melodic Hard n Heavy-Schmuckstück unwiderstehlich in die Herzen der Fans spielen. - Wellcome Back! 8,5/10


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