FLAMES - Resurgence

VÖ: 01.07.2022
(No Remorse Records)
Style: Oldschool Thrash
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FLAMES
Beim Intro ahne ich es schon... das klingt nach düsteren 80er-METALLICA... gefolgt von KREATOR mässigen Leads und SODOMigem-Gerumpel versetzt mit einem Stich technisch auf starkem Niveau ballerndernder PESTILENCE.
Die 1984 gegründeten Hellas-Thrasher FLAMES gehören zu den dienstältesten Thrashbands in Europa, keine Ahnung, warum die Griechen immer noch ein Schattendasein fristen. Die Tatsache, dass FLAMES vom bekannten No Remorse Label ihrer Landsleute unter die Fittiche genommen wurden, könnte ganz erheblich dazu beitragen, dass sich daran künftig etwas ändert. Ein optisch gelungenes Albumcoverartwork zum siebenten Langdreher 'Resurgence' verstärkt diesen Gedanke zusätzlich.
Mit ihrer deftig auf die Mütze gehenden geradling-ausgewogenen Mischung von early METALLICA, SLAYER, KREATOR, SODOM und PESTILENCE sowie immerhin sechs (!) Vorgängeralben auf dem Kerbholz sollten FLAMES weitaus bekannter sein. Keine Ahnung, warum dies nicht der Fall ist. Die Gitarrenfraktion bildet eine respekteinflößende Wall of Sound, kehliges Shouting von Thomas Tampouras passt wie der Arsch auf den Deckel. Massiv fett walzende Midtempogroovebrücken sorgen bei kräftig auf's Gaspedal tretenden Tempoattacken für Auflockerung. Wuchtige Dampframmen Marke „Crawl Beyond“, „War in Mind“, das auch schon mal gedrosseltere Töne anschlagende „The Crib“ oder „Mercy Denied“ frässen sich unmittelbar in den Schädel. Beinharte Thrasher sollten von soviel unbändiger Energie nicht unberührt bleiben. Auch ohne Originalitätsfaktor ein sattes Stück massiv knallender Thrash auf beeindruckend gutem Qualitätslevel.
Fazit: Saftig Schläge nach allen Seiten austeilender Prügelmetal einer sträflich unterbewerteten Thrashkapelle. 7,5/10

