GWAR - The New Dark Ages

VÖ: bereits erschienen
(Pit Records)
Style: Heavy Metal
Homepage:
GWAR
GWAR haben zu ihren Anfangstagen eher durch die Rumspritz Shows auf sich aufmerksam gemacht und auch wenn hier richtig gute Musiker hinter den Maasken stecken, der riesenwurf ist den Amis nicht gelungen. Nun haben sie wieder ein neues Album mit einem Konzept für uns, das auch mit einem Comic dazu ausgestattet ist und der Intro Part zum Titeltrack beingt die Alien Stimmung gut rüber, doch ansonsten ist das ein wenig Eigenständigkeit, aber ansonsten denkt man hier an andere Größen der Szene, denn das ist kaum zu überhören. „Blood Libel“ stampft anfangs cool und metallisch, geht dann etwas in Classic Rock über, um dann bei „Berserker Mode „ fast flott zu beginnen, dann aber eine gewisse Judas Priest Nähe zu haben. „Mother Fucking Liar“ ist da schön eher GWAR, denn das rotzt so richtig dreckig aus den Boxen. Doomig geht es bei „Unto the Breach“, das kriecht mal so richtig zäh, während „Completely Fucked“ ganz klar im 80'er Metal verwurzelt ist. Na, wer hört bei „The Cutter“ die thrashigen Riffs raus, klar, die erkennt man sofort und daher ist das zwar gut, aber nicht unbedingt originell. Dafür finde ich „Rise Again“ recht gut, das drückt, das hat ruhige Passagen und das rockt ordentlich ab und so abgespact, wie „The Beast Will Eat Itself“ klingt, würde das jeder Prog Band gut stehen. Boah, es geht noch weiter, in „Venom of the Platypus“ gibt es Thrash angehauchte Mucke, die mit elektronischen Sprengseln versetzt ist, kann man, muss man aber nicht, klingt aber auch nicht ohne. 70'ies Rock kommt einem bei „Ratcatcher“ entgegen, um dann bei „Bored to Death“ wieder mehr das Thrash Brett zu schwingen. „Death Whistle Suite“ ist in drei Teile gegliedert, „Temple Ascent“ stellt das donnernde und polternde Intro instrumental dar, geht dann in „Starving Gods“ über, bei dem lange der Bass regiert. Dann wird es erst mal drückend, bevor verspielter Metal das Heft in die Hand nimmt. Mit „Deus Ex Monstrum“ denkt man dann, das da mit über zehn Minuten Laufzeit der Höhehpunkt kommt, aber da wurde ich sehr enttäuscht, denn das hier ist fast nur eine Geräuschkulisse, da hätt man viel mehr draus machen können.
Musik machen können GWAR, im Zusammenspiel mit ihren Shows ist das auch cool, aber wie gesagt, die Eigenständigkeit geht hier sehr weit nach unten, so dass am Ende nur 6,8 von 10 Punkten drin sind.

