SUNLESS SKY - Prelude To Madness


VÖ: 29.07.2022
(Pure Steel Records)

Style: US-Progressive Power Metal

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SUNLESS SKY

Das dritte Album der US-Metaller SUNLESS SKY, „Prelude To Madness“ liegt immerhin auch schon fünf Jahre zurück. Es wurde unter erschwerten Bedingungen eingespielt. Auf dem 2017er Zweitling „Doppelgänger“ noch als Quartett mit zwei Gitarren agierend, wurden SUNLESS SKY zum Trio. Von Aufgabe und einem lauen Gesamtresultat kann bei 'Prelude To Madness' keine Rede sein. Trotz Bandinterner Line Up Wechsel, Bassist/Rhythmusgitarrist Kevin Czarnecky ist nicht mehr mit dabei, dafür schnallte sich Ausnahmevocalist Juan Ricardo der Notwendigkeit halber selbst den Viersaiter um und beherrscht neben dem herausragenden Gesang sein Instrument hervorragend.

Das US-Powertrio soviel kristallisiert sich heraus, hat wieder hervorragende Arbeit geleistet. Nach wie vor beherrscht finessenreich verschachtelter Progressive Powermetal einschließlich krasser Breaks und abrupter Rhythmustempowechseländerung mit verkopftem Gesang das Geschehen bei SUNLESS SKY. Sänger Juan Ricardo der zu den besten auf dem US-Metalsektor gehört, liefert erneut eine Gesangsleistung vom Allerfeinsten ab. Der Stimmbandästhet beherrscht sein Metier gründlich aus dem FF, meistert sowohl fließende als auch komplexe Passagen. Die Gitarrenarbeit von Ed Miller ist ungeheuer vielseitig und Schlagzeuger Ewell Tyler Martin erzeugt soviel wuchtigen Schlagzeugpunch, dass die beiden Vorderleute sich mächtig anstrengen müssen. Knallt der Opener „Prelude To Madness“ trotz komplexer Rhythmustempowechsel mächtig direkt auf's Geweih, geht es bei Nummern der Kategorie „Sherman Tank“, „Mastodon“ oder beim endlos lang erscheinend jedoch nur 3:30 Minuten beanspruchenden „Into The Grey“ extrem sperrig progressiv zu, was nicht unbedingt jedem gefallen dürfte, mir sind geradlinigere von leichtem Progeinschlag umgebene Nummern vom Typ „Broken Chains“ lieber als zuviel sperrige Kopflastigkeit. Das zweiteilige von Akustischer Gitarre und schönen Leadsoloschleifen umgebene Intro/Outro beginnend mit dem Intro „Embers To Ashes“ sorgt bei aller Sperrigkeit zwischendurch für das wichtige Moment zum Durchatmen. Großes Kino fahren der einstrophige Gedenksong „In Memoriam“ und „Eternal Sanctuary“, dem sich das „Embers To Ashes“ Outro anschließt. Weil sich das Album gerade im mittleren Abschnitt viel zu extrem verschachtelt in heftig sperrigen Songstrukturen verläuft, die sich irgendwann ermüdend auswirken, gibt es aller handwerklichen Klasse zum Trotz dafür leichten Punktabzug in der B-Note.

SUNLESS SKY haben sich auch von erschwerten Umständen nicht den Schneid nehmen lassen, ihrerseits ein mächtiges Pfund US-Progressive Power Metal auf die Waage gelegt, dessen Anhängerschaft 'Prelude to Madness' mit offenen Armen empfangen wird.

Fazit: Technisch finessenreicher US Progressive Power Metal auf gutem Level. 8/10


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