WE ARE LEGEND - Fallen Angel


VÖ: 29.07.2022
(Metalapolis Records)

Style: Progressive Heavy/Power Metal

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WE ARE LEGEND

Gegründet von STORMWITCH-, ABRAXAS- und CORONATUS-Bandmitgliedern wurde aus WE ARE LEGEND schnell mehr. Auf die nach dem Bandnamen betitelte 2012er EP folgte 2013 der fulminant in Traditionellen Heavy Metalkreisen einschlagende 'Rise Of The Legend'-Erstling. Guter Kritiken seitens der Metalpresse zum Trotz ging der Band etwa drei Jahre danach die Puste aus, konsequenterweise löste man sich 2016 offiziell auf, dennoch blieben Bandmastermind Dirk Bauer und Sänger Selin Schönbeck am Ball. Heraus gekommen ist unterm Strich ein Gesamtwerk, das neben zusammenfassenden Bandstärken über große Distanzen auch einigen Abstrich verkraften muss.

Von Soundmaster Simone Mularoni zeitgemäss produziert, geht’s auf der neuen WE ARE LEGEND wieder mächtig rund. 'Fallen Angel' knüpft dort an, wo das Vorgängerwerk endete. Eingängige Songs bestehend aus Knackigen Gitarren, heroischem Flair, Melodie und streitbare, nicht immer zusammen harmonierende, sich an mancher Stelle beissende Gesangsvariationen, die das Gesamtwerk heftig ausbremsen. Als Gewinn ist Eleonora mit ihrer zusätzlichen Stimme als Vocalistin zu betrachen, die den männlichen Gesang mehr als dezent ergänzend beiträgt.

Teilweise beissen sich die Gesangsvariationen, es klingt nicht alles wie gewünscht harmonisch, gerade wenn von harrsch auf theatralisch umgeschaltet wird, lassen Nummern wie „I Don't Care“, „I am This One“ oder „The Inner Circle“ deutlich Federn, haben durchaus ihre Hänger drin, obwohl bei letzter genanntem Stück der Einbau des Pianos keine so schlechte Idee ist, bedauerlicherweise umgibt sich das Stück schnell mit einem Kokon aus Sperrigkeit, wenn es dazu kommt, klingt der Theatralikfaktor übertrieben aufgesetzt, zeitweise disharmonisch. Am besten wissen WE ARE LEGEND zu gefallen, wenn fließende Melodie, heroische Parts, knackige Riffs und Eingängigkeit geschlossen miteinander harmonieren. Bestes Beispiel dafür geben der Albumtiteltrack „Fallen Angel“, der zeitweise gedämpfte Melodic Groover „Angel Station“ der melodisch zugleich thrashige Signalgeber „Prayer For The Fallen“ sowie das elegant von Pianotakten eingeleitete „Society Of Shadows“ zugleich das beste mit harmonischem Gesang brillierende Stück auf dem Zehntrackling, hier stimmt der Übergang von Härte, Spannung und Melodie.

Fazit: Nicht mehr so stark wie das Debüt, immer noch abwechslungsreich melodisch und verspielt, doch zeitweise gewöhnungsbedürftig und sperrig. 6,5/10


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