DESOLATION ANGELS - Burning Black


VÖ: 26.08.2022
(Skol Records)

Style: NWOBHM

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DESOLATION ANGELS

Nach 2017 wäre es eigentlich an der Zeit gewesen, für die DESOLATION ANGELS richtig durchzustarten, zumal der grandiose Headbangers-Auftritt als der Garten brannte, nachhaltig Eindruck hinterließ, doch wiedereinmal machte das Schicksal der Band einen Strich durch die Rechnung. Keine Ahnung warum Robin Brancher nicht mehr an der zweiten Axt agiert, auch dafür wird es Gründe geben. Fünf Jahre liegt der letzte DESOLATION ANGELS-Release 'King' bereits zurück.

Bandurgestein Gitarrist Keith Sharp bildet mit dem neu ins Bandgefüge hinzu gestoßenen EMPIRE-Gitarrist Richie Yeates ein kraftvoll riffendes und solierendes Doppel, Bassist Clive Pearson und Schlagzeugpartner Chris Takka legen als kraftvolle Rhythmussektion das zugehörige Fundament. ELIXIER/MIDNIGHT MESSIAH/Ex-MIDAS-Sänger Paul Taylor liefert erneut eine Glanzleistung. Was besonders zu Buche schlägt, ist der zum über allen Songs thronend heroischen Gesang von Sänger Paul Taylor passend erdige Gitarrensound verbunden mit wuchtigem Drumming, pumpenden Rhythmen verbunden mit Faible für zeitlose Rocksongs.

Druckvoll abgemischte Heavy Rocker im Format „Unseen Enemy“, „Hydra“, „The Assassin's Eye“ oder „Best Served Hot“ explodieren vor Heavyness und zeigen, weshalb DESOLATION ANGELS aller Schwierigkeiten zum Trotz, denen die Band im Laufe der Zeit einschließlich diverser Line Up-Wechsel in der Vergangenheit ausgesetzt war, warum sie zu den Überlebenden der klassischen 80er-NWOBHM-Schule gehören. Im Raumgreifenden Stampfer „Mother Earth“ blitzen öfter Parallelen zu SAXON/URIAH HEEP auf, der temporeduzierte Melancholie Ohrwurm „Walking On Water“ entfaltet durch das gehaltvolle Organ von Stimmbandkünstler Paul Taylor tonnenschwer sich im Raum verbreitende Heavyness, deren Wirkung sich unaufhaltsam ins Gehör frisst. Im von kraftvollen Riffakkorden inklusive traditioneller Bluesschlagseite flankierten, zeitweise in den Doomsektor schippernden, viel Spannung aufbauenden durch feine Leadsoloarbeit ergänzten Albumtitelsong „Burning Black“ wird ebenso deutlich, dass jeder DESOLATION ANGELS-Output zeitlos ist. Der eingängig simple im TYGERS OF PAN TANG-Riffing strotzende sich dazu in herrlichen Twingitarrensoli ergießende Banger „Stand Your Ground“ versprüht intensiv mitreissendes 80er-Faible.

Ein zur Musik passendes Coverartwork gezeichnet vom Guatemalischen Künstler Mario Lopez, dessen Kunst sich ebenfalls u. a. auf CRYSTAL VIPER/MEDIEVAL STEEL/EVIL INVADERS-Alben spiegelt, gehört mitnichten dazu. IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST, SAXON-Einflüsse und ein kräftiger Schuß klassischer 70er-Hardrock Heroen Marke URIAH HEEP scheinen öfters bei dieser gestandenen immerhin auch schon seit 41 Jahren bestehenden NWOBHM-Kapelle durch.

Fazit: Raumgreifendes NWOBHM-Soundelixier zeitlosen Zuschnitts, das durch Dynamik, Heavyness und packend heroischen Klartongesang fesselt, dazu über immens zeitlosen Anstrich verfügt. - Faszinierender Tobak für eingeschworene NWOBHM-Fans, Gourmets und Nostalgiker. 8/10