WHITE SKULL - Metal Never Rusts

VÖ: 21.10.2022
(ROAR)
Style: Heavy/Power Metal
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WHITE SKULL
Metal rostet nicht, wohl eher Edelstahl betreffend, was bezogen auf die Musik sofern der Metal amtlich zelebriert wurde, stimmt, und sich von meiner Warte bei der immerhin seit 34 Jahren bestehenden sich Heavy/Power Metal-Sektor bewegenden italienischen Institution WHITE SKULL allzu gern unterschreiben lässt. Erfreulich mit wieviel eisernem Willen plus zähem Durchhaltevermögen eine Band vom Prägemuster WHITE SKULL an sich festhält, ihrem Stil unberbrüchlich treu bleibt und sich ganz im Sinne der Sache nicht verbiegen lässt. - Vorbildliche Einstellung!
Kämpferisch wie eh und jeh geben sich WHITE SKULL ergo nicht nur auf dem Coverartowork ihres elften Studiolongplayers, der sich erwartungsgemäß in Reinstahlkultur präsentiert. Die um Vielseitigkeit bemühten Italiener mit stimmlich extrem vielseitig ausdrucksstark ihr Organ einsetzender Sängerin Frederica „Sister“ De Boni“ gehören für klassische Oldschoolmaniacs mit Fug und Recht zu den festen Konstanten, die ihre Fans noch nie wirklich enttäuschten, so auch diesmal nicht.
Dem elften WHITE SKULL-Album ist eine völlig unorthodoxe Eigenstilnote mit Wiederkennungswert zu eigen, deren Essenz sich durch packendes Songmaterial wie den plakativen Titelsong „Metal Never Rusts“ das zunächst episch beginnende, zur von Ohohoh-Singalongs abhebenden Power Metalrakete zur mutierenden Epic-Midtempogrooveorgie entwickelnden „Black Ship“ oder den sich sakastisch mit dem Weihnachtsfest auseinandersetzenden keineswegs fröhlich dafür mit düsterem Unterton unterlegten Power Metalknaller „Jingle Hell“zieht. Da röhren riffgewaltig die Gitarren inklusive quirliger Leadsoli, der Bass rumpelt kraftvoll angetrieben vom sicheren Schlagzeugtakt.Tempovariation, Feingefühl für griffige Melodien, heroisches Faible und Atmosphärische Passagen geben dem Großteil aller Kompostionen spannenden Wendungen, ok die Backingvocals könnten hier dort mal kräftiger sein, so mancher Keyboardfarbtupfer brauchte nicht unbedingt sein, bestimmte Passagen funktionieren auch ohne, obwohl sich das hintergründig eingesetzte Tasteninstrument über weite Strecken dem Gesamtgefüge hervorragend anpassend keine allzu Dominante Rolle spielt. Das man keine Leichen im Keller haben muss, um einen Totenschädel im Schrank zu haben, beweist der fetzige Power Metalfetzer „Skull in the Closet“, dessen Refrain sich regelrecht im Schlaf mitsingen lässt. Bei „Scary Quiete“ bekommt Frederica gesanglichen Beistand von Obertotengräber Chris Boltendahl, zu „Ad Maiora Semper“ bilden beide ein prächtig zusammen harmonierendes Gesangsduo. Mit der von phantastisch variabler Gesangslinienvielfalt gekrönten Powerballade „Weathering The Storm“ wird zum Ausklang noch ein gewaltiges Schlusssignal gesetzt.
Klassische Heavy Metalanhängerschaft ist hier bestens versorgt. 8 von 10 FFM-ROCK-Punkten sind für dieses empfehlenswerte Stück rostfreier Heavy Metal vollständig verdient.
Fazit: Konstant geradlinig hymnenmässig packend heroisch auf bewährtem Kurs. - Gut! 8/10

