LEATHERWOLF - Kill The Hunted


VÖ: 11.11.2022
(ROAR)

Style: Heavy Metal

Homepage:
LEATHERWOLF

LEATHERWOLF sind mit neuem Album zurück, Obgleich mit Dean Roberts nur noch ein Ur-Mitglied in der Band steht, legt sich die Triple-Axe Attack wieder mächtig ins Zeug. Die im US Metalsektor behafteten Amis , deren letztes bisher viertes Studioalbum bereits 15 Jahre zurückliegt, musizieren mittlerweile in folgender Besetzung: Drummer Dean Roberts bildet zusammen mit Bassist Barry Sparks die sichere Rhythmusabteilung, Rob Math, Luke Man und Wayne Findlay die den LEATHERWOLF prägende Triple Axe Attack. Einen neuen Sänger haben sie mit Keith Adamiak mit im Boot. Das sich ein solch krasser Line Up-Wechsel gewaltig auf Songwriting und -gestaltung auswirkt, lässt sich kaum von der Hand weisen. Stimmlich liegt der neue Sänger von seinem Vorgänger auch gar nicht mal so weit entfernt.

„Hit The Dirt“ geht gleich mal als Mischung eines klassischen US-Hard Rock/Heavy Metalopeners zu Werke, allerdings ist der Song über weite Strecken verspielt und bei knapp sechs Minuten definitiv ein wenig zu lang geraten. Am traditionell für die Lederwölfe druckvollen Transparentsoundmuster gibt’s nichts auszusetzen.

Stimmlich liegt der neue LEATHERWOLF-Sänger Keith Adamiak von seinem Vorgänger durch sein gegenüber dem charismabeseelten Gesang von Mike Olivieri wesentlich kehligeres Organ trotz einiger Parallelen ein ganzes Stück weit entfernt, dennoch trägt es deutlich die Handschrift der Band was dem Songmaterial nicht zwingend zum Nachteil gereicht. Dafür kristallisiert sich im weiteren Verlauf ein anderes zeitweise ungünstig sich auswirkendes Merkmal heraus: So sehr ich LEATHERWOLF mag und mich bei Album Nummer fünf bestätigt fühlen darf, wirkt sich der teilweise zu sehr übertriebene Verspieltheitsfaktor nicht immer vorteilhaft aus, was den Zugang zeitweise deutlich erschwert. Lückenfüller vom Typ „Medusa“ oder schon erwähntes „Hit The Dirt“ verlieren sich in unnötiger Langatmigkeit und technischer das Dynamiklevel ausbremsender Verspieltheit an Reiz. Wie Gut, dass Songmaterial wie der Pathoslastige von kräftigen Riffs flankierte Titelsong „Kill The Hunted“, der kurze, prägnant auf den Punkt gespielte Up-Tempo Kracher „Madhouse“ oder das explosive von gelungenermaßen ans Ende gesetzter Melancholiebrücke aufrecht gehaltene „The Henchmen“ oder ein quirlig weggehobeltes „Road Rage“ rettenden Ausgleich für phasenweise heftig extrem verspieltes Kraftfutter bilden, womit der Absturz nach unten erfreulicherweise vermieden wird. Entscheidendes Merkmal, was bei LEATHERWOLF nicht erst mittlerweile sondern schon vielzulange fehlt, ist der gewaltige Hymnenfaktor. Daran sollten sie künftig mehr arbeiten, denn das ist ein wichtiges Faktum, welches  zu einer Band im gehobeneren US-Metal-Feld wie LEATHERWOLF an sich eine sind,  - gehört, wie die Butter auf's Brot.

Fazit: 'Kill The Hunted' erreicht nicht die Klasse der drei starken ersten Alben, beinhaltet dennoch einiges an qualitativ wertiger Kost. - Welcome Back, Leatherwolf! 7/10


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