RISINGFALL - Rise Or Fall



VÖ: 18.11.2022
(Dying Victims Productions)

Style: Heavy Metal/Speed Metal

Homepage:
RISINGFALL

Zu den wichtigsten Adressen der japanischen-Metalszene jüngeren Datums gehören für mich ohne Wenn und Aber die Heavy/Speed Metaller RISINGFALL. Nach ihrer zwischen 2016 – 2019 aufgenommenen EP + Singles-Collection 2016 - 2019 'Arise from the Ashes', mit der man im Coronajahr 2020 kräftig aufhorchen ließ, folgt der Longplay-Einstieg des Nippon-Metal-Kampf geschwaders. Wie abwechslungsreich RISINGFALL zu Werke gehen, zeigt deren 'Rise Or Fall' betiteltes Debüt. Es beinhaltet acht Songs, deren Inhaltsspektrum viel NWOBHM-Anstrich mit US-Metal vermischt.

NWOBHM-Anhängerschaft von TOKYO BLADE; RAVEN, BATTLE AXE, HOLLOW GROUND sowie den nicht direkt der NWOBHM zugerechneten JUDAS PRIEST und US-Größen wie JAG PANZER, OMEN und EXCITER kommt auf dem RISING FALL-Debüt voll auf ihre Kosten. Zu den größten Pluspunkten der von dem amtlich bei den Speedpunks MILITARY SHADOW hinterm Mikro stehenden G. Itoh geführten Japaner gehören Explosivität, immense Spielfreude, griffige Melodien, fesselnde Riffdynamik und ein oft durchscheinender Hauch Nostalgie. „English Motor Biker“ ist eine Hommage an englische Motorradrocker im frühen SAXON-Format, das sich mit EXCITER'scher Violence and Force-Dynamik und unwiderstehlicher MOTÖRHEAD-Rotzräudigkeit aus den Boxen schält. Bei dem zeitweise an Skandinavische Kapellen wie HEAVY LOAD und RANDY erinnernden Partyhitbreaker-Groovemonster „Rock Fantasy“ die sich angetrieben von schwerem UFO-Taktbeat vorwärts bewegt, treibt es mir Pipi in die Augen! Hard n' Heavy-Sound im 70er/80er-Stil, der unwiderstehlich packt, wie ich ihn mag! Kontrast zu soviel schleppender Nostalgie bietet der irgendwo zwischen TOKYO BLADE, METALUCIFER, RIOT, frühen OSTROGOTH und JAG PANZER liegende von Backingvocals gestützte auch das griffige Elemente mit einfließen lassenden Speedklopfer „Risingfall“ stehen mir alle Nackenhaare senkrecht, „Dancing in The Fire“ und „Never Surrender“ röhren mit sattem Drive und verzichten dabei genausowenig auf griffige Melodien.

Am allermeisten überrascht die von betörendem Flötenklang aufgewertete Ballade 'Arise In The Ashes' wo G. Itoh stimmlich bis an seine oberste Belastungsgrenze geht, um aus diesem auch sanftere Seiten einer Härtnerkapelle zeigenden Pathos-Rocker ein Albumhighlight zu machen, bei dem literweise Krokodilstränen vergossen werden „Master Of The Metal“ erinnert gar an heroische PRETTY MAIDS in den 80ern, bis wieder mächtig die Speedkeule im SAVAGE GRACE/TOKYO BLADE-Rhythmus kreist, dass die Fetzen fliegen!

Fazit: Packender Fernost Heavy Metal/Speed Metal in bewährter Oldschool-Gewandung, der qualitativ an Euro und US-Vorbilder heranreicht. Steil, steiler... - Rising Fall!!! 8,5/10


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