KRELL - Deserts

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VÖ: 25.11.2022
(Sneakout Records/Burning Minds)

Genre: Heavy Metal

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KRELL

Nicht nur bei CRYING STEEL, auch abseits haben Sänger Luca Bonzagni und Francesco De Nicola, der Bass und Gitarre bedient zusammen an Songs gearbeitet. Dabei entstand so viel Material, dass es gleich für mehrere Projekte reichte. Da sie aufgrund der Pandemie wenig aufnehmen konnten, gehen sie jetzt in die Vollen. Nachdem vor einem halben Jahr das Debüt von AIMS erschienen ist, legen sie nun mit KRELL nach. Für „Deserts“ wurde noch der renommierte Schlagwerker Paolo Caridi verpflichtet, der schon mit Dave Ellefson, Jeff Scott Soto oder Geoff Tate zusammen gearbeitet hat.

Schon aufgrund der Referenzen wird klar wohin die Reise geht, die Italiener schmieden ihren Stahl gerne traditionell, auch wenn sie den ein oder anderen zeitgemäßeren Einfluss schon zulassen. Nach einem breiten Riff erinnert das nasale Organ von Bonzagni im eröffnenden Titeltrack an Mike Patton, wobei man dann doch die metallischste Phase der Crossover-Pioniere zitiert. Allerdings ist das ein Fingerzeig in der verkehrte Richtung, dann das Trio geht deutlich konventioneller zu Werke, auch wenn „Pride“ noch einmal etwas moderner zu Werke gehen.

Was alle Songs eint sind ihre schleppenden Riffs, die jedoch nie doomig ausfallen, sondern auch mal den Geist der NWOBHM atmen. Meist hinkt der Rhythmus den Gitarren hinterher, sogar beim Shuffle von „Lean And Burn“, was eine interessante Dynamik ergibt. Leider kommen die Stücke nie so richtig aus dem Quark, „Love´s A Flame“ kann ein wenig mit Classic Rock-Anklängen und einem Funken Siebziger-BLACK SABBATH punkten.
Innerhalb ihres Spektrums haben KRELL ihre klare Linie, dazu weiß De Nicola gut zu solieren. Man weiß aber nicht ob man die stilistischen Ausreißer feiern soll oder sie „Deserts“ zerfasern. „Why I´m Here“ sticht mit Mainstreamappeal etwas heraus, ebenso wie da abschließende „The Mantis“. Hier wird das einzige Mal das Tempo etwas erhöht, ob der Songtitel jetzt eine Anspielung an PRAYING MANTIS sein soll, aber nahe kommt man den Veteranen schon. Nur bleiben deren Songs im Ohr.

5,5 / 10


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