BLUE RUIN - Hooligan´s Happy Hour

11 blueruin

VÖ: 25.11.2022
(Pride & Joy Music)

Genre: Punk Rock

Homepage:
BLUE RUIN

Neuseeland ist nicht gerade der Nabel der Rockwelt, und Punk assoziiert man damit noch weniger. Und dann kommen noch vier Mädels mit irrwitzigen Künstlernamen daher und preschen genau in diese Lücke. BLUE RUIN eröffneten in ihrer Heimat schon für die MISFITS oder STEEL PANTHER und schieben nun ihren Erstling auf den Markt. Analog zu ihrem Pseudonymen ist auch der Albumtitel „Hooligan´s Happy Hour“ herrlich abgedreht, Unterstützung bei dessen Produktion erhielten sie von Alexx Michael, der mit Sängerin Charlotte Tybalt bei SHAMELESS zockt.

Dabei fügen sie schon in der Genrebeschreibung den Zusatz Melodic bei, wobei ich keinerlei Klischees jetzt hören möchte. Die Mädels können wirklich rocken, was sie vor allem in „Dracula (Out To Play)“ zeigen, bei dem Anna Montheith ihr Drumkit mächtig beackert. Bei „Still Not Asking For It“ flirten die Vier ganz unverhohlen mit dem Hardcore, wobei eine gewisse RAMONES-Schlagseite auszumachen ist. Doch immer wieder haut Tybalt ein paar derbe Screams in den melodischen Flow hinein.

Und seien wir ehrlich, auch die harten Jungs brachten den Punk schon in mehr Bubblegum-Format, wobei sie mit GREEN DAY im abschließenden „In The End“ einem der populärsten Vertreter huldigen. Noch stärker präsentieren sich die Damen in „Sarah Killed Her Boyfriend“, bei dem ein gewisser Glamfaktor nicht verleugnet werden kann. Den gibt es auch in „Sing To Me“, das zudem mit einer atmosphärischen Strophe überraschen kann. Hier kommt auch der Bass von Elletra Pizzale gut zur Geltung, der ein wenig Post Punk-Feeling verströmt.

Im Titeltrack kommt dann auch so Richtig die Rotzigkeit zur Geltung, wenn die roh gezupften vier Saiten ebenfalls ihre Momente haben. Passend dazu ist die Scheibe sehr direkt und ohne Schnörkelabgemischt, leider fehlt dadurch etwas der Druck, klanglich kommt das etwas dünn.Schade, das hätte den dezenten metallischen Anstrich besser glänzen lassen, der nicht nur im IRON MAIDEn-Cover „Women In Uniform“ durchscheint. Dafür stimmt die Attitüde, sogar in der akustischen Ballade „These Things“, die Abwechslung hinein bringt, herrlich frech ist das allemal.

6 / 10


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