MARE INFINITUM - Cryosleep


VÖ: Bereits erschienen
(Solitude Productions)

Style: Atmospheric Funeral Doom

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MARE INFINITUM

'Cryosleep' ist das dritte Album der 2010 gegründeten Gothic Funeral-Doomer MARE INFINITUM. Was sich auf den zwei Vorgängeralben „Sea of Infinitiy“ bereits abzeichnete mit 'Alien Monolith God' kontinuierlich ausgebaut wurde nun erneut perfektioniert. Von opulentem Dramaturschleiern mit Längen zwischen sieben bis knapp über zwölf Minuten umgeben startet das Album zu „Your Final Bow“ verträumt gediegen, flutwellenartig in tränenreiche Gesangsspiralen gedehnte Sphärensilhouetten über den Geist hereinbrechen, um gefolgt von „The Flight Of No Return“ in raumgreifendem Pathos aufzublühen. Danach kündigt sich schweres Gewitter an, während ein Piano gefolgt von Orchestralen Streichern, kombiniert mit hellem Frauengesangslinien und epischer heroischer Schwingungsbögen sich zu düsterer Sakralstimmung einschließlich tiefer Deathgrowls und unheil verkündend prophetischer Sprechpassagen verdichtet. Gedanken zu „Event Horizon – Am Rande des Universums“ einem sträflich unterschätzten durch Schockeffekte aufgepeppten Sci-Fi-Horrorfilm von 1997 wecken, möglicherweise wurde das Album auch davon inspiriert. Im opulenten Titeltrack „Cryosleep“ kommt mystisch verwobene Dunkelamtosphären-Sci-Fi-Stimmung auf, sanfter Klargesang und fiese Deathgrowls ergänzen sich wechselhaft, das Spannungslevel wird bis zum Schluß gesteigert, während „Celestial Escapist“ sich zur kleinen Rock/Metaloper outet, deren fließende Grooves und Temposteigerung im packenden Schlußfinisch enden.

Bei solch großartig zelebriertem Genre-Stoff kommen mir THERION zur starken Mid/End90er'Symphony Masses Ho Drakon No Megas'/'Lepaca Kliffoth' /'Theli'-Phase als die Schweden Maßstäbe im Genre setzten, in den Sinn. 'Cybersleep' ist wahrlich eine Ansage für die Liga-Topacts. THERION & Co. werden sich künftig anstrengen müssen, um das hervorragende Niveau dieser hervorragend ihre Stilistik mischenden Sphären-Doom-Death-Combo aus Russland zu erreichen. MARE INFINITIUM haben ein Topresultet erzeugt und in der Tat gezeigt, wie's geht.

Alle fünf Tracks bilden eine synfonisch vertonte Düsterodyssee. Können sphärische Finster Melancholie, Hoffnung, Depression, Trauer, Schwärze und schwere Melodievorhänge effektiv mystischer im Einklang zueinander verschmelzen? Meisterhaft würdevoll apokalyptisch vertonter Atmoshären-Melancoliesoundtrack für die Reise in den unergründlichen Kosmos dessen Strom niemals endet - Ursuppe allen Seins ohne Wiederkehr.

Fazit: So klingt ein geschliffener Edelstein, aus dem ein Brilliant wurde. 9/10

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