CALICO JACK - Isla De La Muerte


VÖ: Bereits erschienen
(Rockshot Records)

Style: Piraten Folk Metal

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CALICO JACK

Basierend auf dem Namen des englischen Freibeuters und Piraten Calico Jack Rackham dessen bürgerlicher Name John Rackham lautete, gründeten sich CALICO JACK. Und wie der Name bereits sagt, fahren die Italiener Folkig angehauchten Piraten Metal im Stile von ALESTORM/SWASHBUCKLE, was mir sogleich ein freundliches Schmunzeln entlockt. Genannte Piratencombo ist nicht die einzig auffindbare Parallele bei den streng auf Party geeichten Italienern CALICO JACK. Die schenken bei Nummern wie dem quirligen von heroischer Melodie und geschickter Rhythmus/Tempo-Taktbeatvariation verzierten Opener „Broadside Attack“ kräftig hölzerne Schiffsplanken zum Beben bringende Breitseiten aus.

In bedrohlichere Tonlagen hüllt sich das Titelgebende Opus „Isla De La Muerte“. Eine Nummer wie „Bad Fortune“ kreuzt in ALESTORM/BLAZON STONE-Gewässern. „Antiqua“ gerät schon mal ins Stocken, wirkt zeitweise sperrig, der Seefahrer-Shanty „Three Cheers To The Shanty Man“ läuft unerwartet fließend ins Ohr. „Queen Annie's Revenge“ und „Howl Away Joe“ tendieren vermehrt in den Thrashsektor, dessen Grundschema sich prägnant herausschält, zu schnellen Thrashakkorden und Geige gehören garstige Shouts oder im Bedarfsfall tiefe Growls. Ein künstlich wirkendes Schlagzeug mit stellenweise übertriebenem Snaredrumgeklöppel trübt zeitweise den Gesamteindruck. Allein das überlange fast 16 Minuten vereinnahmende von Hintergrundchören flankierte Dramaturgie-Epos „Sandokan“ welches dem legendären Helden Indiens gewidmet ist, fällt aus der Reihe, passt jedoch in Bezug auf Rebellion und Freiheitsdrang ins Beuteschema.

Fazit: Grimmiger Piraten Folk Metal zwischen ALESTORM, BLAZON STONE und SWASHBUCKLE, der Stimmung macht, phasenweise noch etwas mehr Feinschliff benötigt und nicht durchweg rund läuft. 7/10